Schraplau (Sachsen-Anhalt)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung ohne Nachfrage!
letzte Änderung am 14.04.2019

Schraplau heißt im Volksmund auch Schrappel. Schraplau gehört zur Verbandsgemeinde Weida-Land wie die Orte Barnstädt, Farnstädt, Nemsdorf-Göhrendorf, Obhausen und Steigra. In Hinblick auf Industrieobjekte ist der Kalkbergbau markant für den kleinen Ort, der in einer malerischen geologischen Senke liegt. 1909 war das Auftaktjahr für eine großangelegte Kalkindustrie und massive geologische Eingriffe. Während der NS-Zeit (1933-1945) weckten die riesigen unterirdischen Kalktunnel schließlich das Interesse der Rüstungsindustrie. Letztlich war geplant, Teile der Fertigung von Ju 188 und Fw 190 der Siebel-Flugzeugwerke aus Halle, in Schraplau durchzuführen.

Wirtschaftskomplex in Schraplau

Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 03.2010

Am Ortseingang Schraplau befindet sich dieser leerstehende Wirtschaftskomplex (Stand März 2010). Zu finden ist nur die Aufschrift "Möbel Halsa GmbH Büromöbelverkauf Zentrallager f. Möbelmarkt Schraplau".

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Altbau in Schraplau

Altbau in Schraplau, Foto: Martin Schramme, 2019

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Ziegelbau in Schraplau

Altbau in Schraplau, Foto: Martin Schramme, 2019 Altbau in Schraplau, Foto: Martin Schramme, 2019

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Betriebe in der DDR:
VEB Kalkwerk Schraplau (seit 1974 Betrieb des VEB Harzer Kalk- und Zementwerke, dann Teil des VEB Zementkombinat Dessau)

Wirtschaft und Leben in Schraplau vor 1945
Schraplauer Kalkwerke AG (gegr. 1909, damals mit Sitz in Halle Saale)

Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: An der Weida, an der Nebenlinie Oberröblingen-Querfurt der Preußischen Staatsbahnen. Post, Telegraph; Dampf- und Wassermühlen, Braunkohlengruben, zahlreiche Kalksteinbrüche und Kalkbrennereien.