Leuna (Sachsen-Anhalt)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Fotos ohne Nachfrage!
letzte Änderung am 20.04.2019

Leuna ist Dank der Chemischen Industrie weit über Deutschland hinaus bekannt geworden. Zur Sprengstoffherstellung war die Fabrik 1916/1917 errichtet worden. Nach dem Kriege wurde auf Düngemittel umgestellt. Im Deutschen Reich etablierten sich auch die Treibstoffe der Leuna-Werke, welche im Tankstellennetz der Deutschen Gasolin AG vertrieben wurden. Mit mehr als 3300 Zapfstellen war die Gasolin 1935 die Nummer 5 der Treibstoffanbieter im Deutschen Reich.

Schleuse Saale-Elster-Kanal bei Leuna

Foto: Martin Schramme Brückenpfeiler vor Schleusenwanne
Foto: Martin Schramme Blick in die Schleusenwanne
Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Mit Wasser gefüllt ist der Saale-Elster-Kanal bis auf die Höhe zwischen Göhren und Rodden. Mit kleinen Unterbrechungen ist der Kanal von Leipzig in Richtung Leuna bis zur Saale bei Kreypau im Grundriss angelegt. Doch das Bauwerk ist unvollendet. Beeindruckendstes Zeugnis der unfertigen Anlage sind die Betonruinen von Schleuse und Kanalbrücke bei Wüsteneutzsch. Das Bauwerk ist 116 Meter lang und bis zu 53 Meter breit. Bis zur Saale sind es von dort nur knapp zwei Kilometer. 1943 wurde der Bau endgültig eingestellt und in der DDR aus Kostengründen nicht wieder aufgenommen. 2011 wurden neue Pläne zur Fertigstellung des Kanals vorgestellt.

Der Saale-Elster-Kanal Förderverein wirbt für die Fertigstellung des Kanals.

mehr Infos zum Kanal

Galileo über die Schleuse (Youtube)

Ratskeller in Horburg

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Der Ratskeller war einst eine Freizeit- und Vergnügungsstätte im Zentrum des Ö,rtchens Horburg (heute Stadt Leuna). Zu DDR-Zeiten wurde der Ratskeller offenbar durch eine Kegelbahn aufgewertet. Auf einer alten Postkarte aus der NS-Zeit ist der Ratskeller zu finden.

Rittergut Dölkau

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Das Rittergut in Dölkau stand im Sommer 2014 in großen Teilen leer und verfiel. Trotzdem war die Anlage noch immer recht imposant. Über der großen Toreinfahrt zum Hof befand sich ein Wappen. Es zeigte einen Mann mit drei Pfeilen in der Hand und sowie einen Adler diagonal auf je zwei Feldern und in der Mitte in einem extra Wappen einen Löwen. Neben dem Wappen standen die Kürzel C.S.B.V.H. und T.E.B.V.H. sowie die Jahreszahl 1751.

Betriebe in der DDR
Abbruch und Industriemontagen Leuna
VEB Industriebau Leuna (VEB Bau- und Montagekombinat Chemie)
VEB (K) Leuna-Werke Walter Ulbricht
VEB Spezialmöbel Leuna

Leuna vor 1945
Badische Anilin- und Sodafabrik, Ammoniakwerk Merseburg

In der Chemiefabrik von Leuna begann 1916 die Sprengstoffproduktion für den Ersten Weltkrieg (1914-1918). Bis 1945 gehörte der Betrieb zur IG Farben. Zum Unternehmen gehörten auch eine Treibstoffproduktion und ein eigenes Tankstellensystem. In der DDR war Merseburg eine Industriestadt im Landkreis Merseburg (Bezirk Halle) mit 12.980 Einwohnern (Stand 1962, Eintrag in Meyers Neuem Lexikon von 1963).