Langenstein - die Höhlenstadt (Sachsen-Anhalt)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
letzte Änderung: 31.05.2019
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Fotos ohne Nachfrage!

Felsenwohnungen kennt man normalerweise nur aus fernen Urlaubsregionen - aus Griechenland, Armenien und der Türkei zum Beispiel. Doch auch in Sachsen-Anhalt lebten Menschen noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts in Felsenwohnungen.

Höhlenwohnungen

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Heute sind die Höhlenwohnungen von Langenstein im Harzkreis eine Touristenattraktion. Sie künden von einer Zeit, als sich Menschen in den Sandstein eine Weg und diverse kleiner und größere Kammern bis hin zu kompletten Wohnungen mit Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche schlugen. 1916 wurde die letzte dieser Wohnungen geräumt, doch noch danach dienten viele Kammern als Lagerplätze und Ställe.

Forscher nehmen an, dass sich Menschen hier bereits vor Jahrtausenden Bleiben schufen. Die letzte Nutzungsperiode begann der Überlieferung nach jedoch mit der Wohnungsnot in Langenstein im Jahre 1856. Konkret ging es um zwölf Familien, die sich selbst helfen mussten. Sie konnten günstig Bauplätze am Felsen erwerben und richteten sich dort in monatelanger Arbeit ein. Zwei Wohnungen der in Deutschland einmaligen Höhlenstraße wurden nach dem Ende der DDR (1949-1990) hergerichtet. Im Haus Nummer 11 hatte die letzte Familie bis 1916 gewohnt.

1910 plante der Gutsherr Wilhelm Rimpau unweit der Felsenwohnungen eine Wasserhöhle.

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