Johannashall (Sachsen-Anhalt)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung am 10.03.2019

Seit 1950 gehört das Örtchen Johannashall zur Gemeinde Kloschwitz. Zu dem Zeitpunkt war der Kalibergbau bereits Geschichte, aber die größe Abraumhalde weithin sichtbar.

Kalibergwerk Johannashall

Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 2017 Foto: Martin Schramme, 2017 Foto: Martin Schramme, 2017

Johannashall ist ein 1902 begonnener und 1922 stillgelegter Kali- und Steinsalzschacht. Der Bergbau auf der Höhe am Saaletal oberhalb von Kloschwitz und gegenüber von Wettin war stets von schweren Abbaubedingungen begleitet. Anhand der verbliebenen Reste ist das doch beachtliche Ausmaß der ursprünglichen Förderanlagen kaum mehr vorstellbar. Für ein bis zu 20 Meter mächtiges Kalisalzlager wurde bis zu 542 Meter tief gebohrt und 1903/04 gleich vor Ort eine Düngemittelfabrik errichtet. Nach der Stilllegung 1922 erfolgte in den Jahren 1924/1925 der Abbruch der Fördertechnik und -gebäude. Ein ausführlicher Bericht zum Schacht ist auf der wunderbaren Bergbauseite kupferspuren.eu zu lesen. Zur Bergbaugewerkschaft Johannashall gehörte indes noch eine Förderanlage in Wils bei Beesenstedt. 2017 war das alte Bergwerk von Johanneshall noch, wie schon seit Jahrzehnten, Sperrzone.