Etgersleben (Sachsen-Anhalt)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Fotos ohne Nachfrage!
letzte Änderung: 09.08.2019

Markantes Merkmal des Salzland-Ortes Etgersleben ist seit dem 19. Jahrhundert ein gigantisches Fabrikgebäde, in dem erst Zuckerrüben zu Zucker und später Getreide zu Malz verarbeitet wurde. 1881 bekam der Ort einen Bahnanschluss und lag fortan an der Bahnstrecke Staßfurt-Blumenberg. 1891 kam ein Abzweig nach Förderstedt dazu.

Malzfabrik Etgersleben (anfangs Zuckerfabrik

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1839 begann das Industriezeitalter in Etgersleben mit dem Bau einer Zuckerfabrik, die sich später zur Saftfabrik und schließlich zur Malzfabrik entwickelte und 1898 zur Aktiengesellschaft wurde. Richard Schaeper leitete die Fabrik ab 1843 und orientierte sich dabei an der Zuckerfabrik in Sudenburg unter der Leitung von Ernst Carl Helle. Die spätere Umorientierung war möglicherweise dem Umstand geschuldet, dass in unmittelbarer Nähe der Zuckerfabrik Etgersleben binnen weniger Jahre und Jahrzehnte etliche weitere Zuckerfabriken entstanden. 1914 Übernahm das Unternehmen die Malzfabrik Blanke & Schmidt in Magdeburg-Buckau. Bis 1918 kam es dann zum Zusammenschluss mit der Malzfabrik J. Eisenberg in Erfurt. Fortan hieß das Konglomerat Malzfabriken J. Eisenberg & Etgersleben AG. Ab 1941 hieß das Unternehmen dann Vereinigte Malzfabriken Erfurt & Etgersleben AG. Spätestens seit 1943 verf¨gte die Malzfabrik über eine eigene Anschlussbahn an den Bahnhof Etgersleben. In der DDR lief die Produktion weiter, nun unter dem Namen VEB Malzfabrik Etgersleben.

Zuletzt nutzte die APZ Anhaltische Pilzzucht GmbH die alte Fabrik als einen Betrieb für die Pilzzucht. 2016 nutzten die Feuerwehren aus Egeln und Etgersleben die alte Malzfabrik als Objekt einer gemeinsamen Übung. 2018 wurde der Abriss des Objektes diskutiert. Die Magdeburger Volksstimme berichtete.

Betriebe in der DDR (1949-1990):
VEB Malzfabrik Etgersleben

Wirtschaft und Leben in Etgersleben vor 1945
Malzfabrik Etgersleben AG (gegr. 1898)

Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894:

Quellen
egelnermulde.de
uni-magdeburg.de
volksstimme.de