Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung am 22.04.2019

Bad Lauchstädt ist ein beschaulicher Ort südlich von Halle (Saale). Dank der Betätigung Goethes als Architekt und Baumeister (Goethe-Theater) hat der Ort Bekanntheit über seine Grenzen hinaus erlangt. Doch noch bekannter wurde Bad Lauchstädt durch das Mineralwasser, das hier bis 2011 gefördert und abgefüllt wurde. In der DDR waren es jährlich sieben Millionen Flaschen.

Niederlage Stadtbrauerei Oettler Weißenfels

Niederlage der Stadtbrauerei Oettler, Foto: Martin Schramme, 2018 Niederlage der Stadtbrauerei Oettler, Foto: Martin Schramme, 2018 Niederlage der Stadtbrauerei Oettler, Foto: Martin Schramme, 2018

Im Stadtzentrum von Bad Lauchstädt war noch im Herbst 2018 die Aufschrift Niederlage Stadtbrauerei Oettler Weißenfels zu finden. Bei der Stadtbrauerei Oettler handelte es sich um ein Traditionsunternehmen. 1858 hatte Friedrich Oettler die städtische Brauerei Weißenfels an der Langendorfer Straße in Weißenfels bauen lassen. Ab 1866 war die Brauerei Oettler auch in Zeitz vertreten. Die Biere aus Weißenfels waren einst als Oettler Biere im Angebot. In Weißenfels war die Brauerei Oettler in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine von 58 Brauereien Nach der Enteignung 1949 wurde die Oettler-Brauerei Teil des VEB Brauerei Weißenfels der später zum VEB Getränkekombinat Dessau gehörte. Zu Produktpalette der Brauerei gehörten die Biersorten Starkbier Bock, Vollbier, Caramel, Stadtpils und Hell. In Zeitz blieb Oettler bis 1972 in Familienbesitz. 2004 fiel dieser Teil der Brauerei der Abrissbirne zum Opfer, nur die Villa Oettler an der Geraer Straße blieb stehen.

Das alte Brauerei-Gelände in Weißenfels befand sich 2018 in der Hand der Mitteldeutschen Erfrischungsgetränke GmbH & Co. KG (kurz MEG).

Niederlage Stadtbrauerei Oettler Weißenfels

Waehlt SED, Foto: Martin Schramme, 2019 Waehlt SED, Foto: Martin Schramme, 2019 Waehlt SED, Foto: Martin Schramme, 2019

2019 war die Parteiwerbung schon stark verblichen, aber noch immer lesbar: "Wählt SED." Der Spruch am Wasserturm von Bad Lauchstädt, der wahrscheinlich in den 1950er oder 1960er Jahren an den Turm gepinselt wurde, galt der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, die 1946 durch den Zusammenschluss von KPD und SPD entstanden war und bis zu ihrem Ende 1990 als "Partei der Arbeiterklasse" die uneingeschränkte Führungsrolle in der DDR hatte.

Milzau

Gasthaus und Bäckerei

Foto: Martin Schramme, 2017 Foto: Martin Schramme, 2017 Foto: Martin Schramme, 2017

Gasthaus zu Burgstaden und Bäckerei Gilik in Milzau (Saalekreis). Von 1921 bis in die 1930er Jahre war der Gasthof auch Lichtspielhaus (Kino).

Schafstädt

Windmühle

Foto: Martin Schramme Reste einer Windmühle am Ortsrand von Schafstädt

Am Rande des Ortsteils Schafstädt stehen die Reste einer Windmühle, die von der Landstraße L 177 gut zu sehen sind. Nur der Stumpf des "Turmholländers" ist erhalten.

ehemaliges Heim der August-Meisel-Stiftung

Foto: Martin Schramme August-Meisel-Stiftung gegründet 1882

"August-Meisel-Stiftung gegründet 1882" steht an diesem ehemaligen Heimgebäude in der August-Meisel-Straße.

Betriebe in der DDR
VEB Brunnenversand Bad Lauchstädt (Lauchstädter Brunnen)

Wirtschaft vor 1945

Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: Stadt im Landkreis Merseburg, an der Nebenlinie Merseburg-Lauchstädt (im Bau) der Preußischen Staatsbahnen.