Weißenfels

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
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letzte Änderung am 06.12.2016

Weißenfels, die Stadt an der Saale im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt / Ostdeutschland), war in den 1980er Jahren der größte Produktionsstandort für Schuhe in der DDR. 1985 wurden 12,5 Millionen Paar Schuhe gefertigt. Zum wichtigsten Wirtschaftszweig der Stadt wurde die Schuhproduktion bereits Anfang des 19. Jahrhunderts. Der erste Schub kam mit der Gewerbefreiheit 1815, also wenige Zeit nach dem Abzug der Franzosen. 1834 btrieb Karl Sprenger die erste mechanisierte Schuhfabrik. Die Eröffnung der Eisenbahn nach Halle 1846 sowie nach Eisenach 1847 und die fortschreitende Industrialisierung bildeten den Boden für das gigantische Wachstum der Schuhindustrie, die 1908 auf dem Höhepunkt ihrer Blüte anlangte mit 138 Schuhfabriken, 23 Schuhmachern und 33 Schuhandlungen. Nach den heftigen Kriegswellen bis 1932 und anhaltenden Konzentrationsprozessen gab es immerhin noch 31 Betriebe. Ab 1933 wurden die Juden schrittweise enteignet, darunter die Trampler-Schuhfabrik der Familie Lewinsohn.

Residenz- und Industriestadt sind Geschichte. 2014 bot Weißenfels einen traurigen Anblick. Vieles war abgerissen oder verfiel. Auf der Straße begegnete man vielen armen, heruntergekommenen Menschen, Trinkern und Polen, die in großer Zahl in der Fleischfabrik Tönnis arbeiteten. Schon in der DDR gingen historisch bedeutsame Gebäude verloren, so das Geburtshaus der Mutter Richard Wagners in der Marienstraße und der elterliche Gasthof des Musikers Heinrich Schütz in der Nikolaistraße.

VEB Schuhfabrik "Banner des Friedens" | zuvor Papierfabrik Dietrich

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Ehe die DDR an den Ufern der Saale Schuhe produzierte, befand sich dort die Papierfabrik Dietrich. 1875 grüdete Oscar und Robert Dietrich eine Papierfabrik, die sich bis 1907 zur größten Fabrik in Weißenfels entwickelte. Bis 1938 wurden dort Bücherpapier, Buchbinderpappen, holzfreies und holzhaltiges Papier, Illustrationsdruckpapier, Konzeptpapier, Notendruckpapier, Offsetpapier, Packpappen, Postkartenkarton, Postpapier, Schreibmaschinenpapier, Tiefdruckpapiere, Zeichenpapiere sowie Holz- und Zellstoff für den eigenen Bedarf hergestellt. Benötigte Dampfmaschinen lieferte die Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG 1898, 1902, 1903, 1907 und 1909. In den Jahren 1904 bis 1906 lieferte J. M. Voith Heidenheim zwei Holzschleifmaschinen, 1918 folgte vom selben Hersteller zwei Francis-Turbinen. 1885 ging die eigene Gasanstalt in Betrieb, 1918 ein Sägewerk. 1938 hatte die Papierfabrik 1100 Arbeiter. Die Papaierfabriken Oscar Dietrich G.m.b.H. nahm schließlich beeindruckende Ausmaße an. Am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 nahmen die US-Amerikaner Forschungs- und Produktionsunterlagen mit, ehe die Russen das Regime übernahmen und die Fabrik bis 1946 als Reparationsleistung demontierten.

Der 1951 errichtete VEB Schuhfabrik "Banner des Friedens" produzierte Schuhe für die gesamte Deutsche Demokratische Republik (DDR). Dazu wurde in den Räumen der enteigneten alten Papierfabrik Anlagen für die Fließbandproduktion aufgebaut, die man sich bei den Bata-Werken (gegr. 1884 in Zlin in Österreich-Ungarn) in der befreundeten CSSR abgeschaut hatte. Dem Betrieb wurden schrittweise 28 kleine private Schuhfabriken angegliedert. In der Stalin-Allee (heute Merseburger Straße) warb eine Leuchtreklame für die "Schuhmetropole Weissenfels". Zu den ersten Mitarbeiterinnen der Banner-Schuhproduktion gehörte Thea Hauschild, die von 1963 bis 1985 Oberbürgermeisterin von Dessau war. Der VEB wuchs immer weiter. Zum 1. Januar 1964 übernahm er in Naumburg die Schokoladenfabrik Saaleck, die zum Jahresende 1963 ihre Produktion eingestellt hatte. Die Mitarbeiter wurden von Mokkabohnen auf Schuhe umgeschult. 1964 spezialisierte sich die Schuhfabrik auf Kinder-und Jugendschuhe und warb mit dem Slogan "Gut zu Fuß mit Banner-Schuhen". Banner war der Stammbetrieb des Kombinates Schuhe, das 1985 mit 43.000 Beschäftigten 85 Millionen Paar Schuhe herstellte. Nach dem Ende der DDR 1989/90 wurde der Betrieb privatisiert zur Saale-Schuh GmbH. 1992 meldete das Unternehmen Konkurs an. Die Reste des einst stolzen Betriebes, einige Fabrikhallen und das Versorgungsgebäude, werden heute als Versorgungsort für Bedürftige und als Wertstoffhof der Stadt Weißenfels genutzt. Die Erinnerungen lagern in den Archiven und im Schuhmuseum auf Schloss Augustusburg. Das Schuhmuseum hat rund 5000 Paar Schuhe, eine Sammlung, die auf das Jahr 1910 zurückgeht, als der Schuhnagel-Fabrikant Ernst Nolle dem neu gegründeten Museum rund 100 Schuhe aus verschiedenen Ländern schenkte.

Schuhfabrik Franz Gebauer | Schuhfabrik Gebauer & Co. G.m.b.H.

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

"Freude spenden - Schuhe schenken" warb einst die 1901 in Weißenfels gegründete Schuhfabrik Franz Gebauer.

Institut für Lederverarbeitung des VEB Schuhfabrik "Banner des Friedens"

Foto: Martin Schramme, 2014

In der Kubastraße befand sich zu DDR-Zeiten (bis 1990) das Institut für Lederverarbeitung des VEB Schuhfabrik "Banner des Friedens". Nach dem Ende der DDR 1990 und der Banner-Schuhproduktion 1994 ließ eine Erbengemeinschaft das Objekt verfallen. Dann kaufte eine Firma aus Rathenow das Objekt. Ein Seniorenheim sollte entstehen. Im April 2014 sah das Areal aber noch genauso grauenvoll aus wie in den Jahren zuvor. Nach einem Teilabriss passierte nichts mehr.

VEB Gebäudewirtschaft WVB Nord

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Der VEB Gebäudewirtschaft bewirtschaftete in der DDR alle staatlichen Wohnungen und war dem Rat der Stadt unterstellt.

Carl Nolle Nagelfabrik | VEB Ketten- und Nagelwerke

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014
Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

1891 gründeten die Brüder Carl und Ernst Nolle, Eigentümer einer Eisenwaren-Handelsgesellschaft, die Nagelfabrik Nolle. Das Gros der Produktion ging in die Weißenfelser Schuhfabriken. Schließlich baute Nolle eigene Maschinen und Ketten für die Landwirtschaft. 1899 meldeten Ernst Nolle (1860-1922) aus Weißenfels und Friedrich Wilhelm Wesner (1869-1970) aus Charlottenburg eine Schmiedemaschine an. 1901 bekam Wesner das Patent für eine Maschine zur Herstellung von Ketten aus Quereisen und einer Drahtkette. 1903 ließ er sich eine Stiefel- und Schuhheftmaschine (Boot and shoe tacking machine) patentieren. Während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) gehörten Schießwolle, Granaten und Flugzeugteile zum Produktsortiment. 1945 hatte die Fabrik der Gebrüder Nolle 561 Arbeiter. 1945/46 nahm die Sowjetunion als Reparationsleistungen Maschinen mit. Sie stoppten die Demontage aber vor ihrer Vollendung. Mitte 1947 wurde der Betrieb unter Zwangsverwaltung gestellt und 1948 zum Volkseigenen Betrieb (VEB) verstaatlicht. In den 80er Jahren hatte der VEB Ketten- und Nagelwerke etwa 1500 Beschäftigte. Gefertigt wurden Schuhmaschinen, Nägel, Ketten für Landwirtschaft, Industrie und Schiffbau. Der Nachfolger heißt seit 1993 Weißenfelser Draht-Ketten-Nagel GmbH (DRAKENA).

Sackfabrik Paul Seeger

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Sackfabrik Paul Seeger, Säcke und Planen-Reparaturen, Säcke, Planen und Decken in jeder Ausführung, Juteleinen, Stoffe und Strohsäcke sowie Bindegarne Kretzschmar & Barich.

Maschinen-Bau-Anstalt Reparatur Werkstatt Schieck

Foto: Martin Schramme, 2014

In einer Industriestadt wie Weißenfels waren natürlich auch Maschinenbauer gefragt.

Bahnbetriebswerk (Bw) Weißenfels

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Zwischen 1907 und 1912 ließ die Königliche Eisenbahndirektion Erfurt das Bahnbetriebswerk Weißenfels ausbauen. Gebaut wurden unter anderem ein Ringlokschuppen und ein Wasserturm.

Kino-Palast Gloria

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Direkt an den Bahngleisen entstand 1928 der Filmpalast Gloria. Der Architekt: Carl Fugmann. Er folgte einer Skizze des Bauherrn und Unternehmers Robert Göpfarth. Markant sind die ineinander geschobenen Würfel mit hohen Schlitzfenstern und horizontalen Ziegelstreifen. Direkt an der Straße platziert ist die Leuchtreklame "GLORIA". 1200 Sitzplätze gab es einst. 1991 ging das Kino an die Ufa-Theater AG, 1994 an einen Diskothekenbetreiber. 1997 gingen die letzten Lichter aus. Der letzte Eigentümer ging 2005 in Konkurs. Seitdem passiert nichts mehr mit dem denkmalgeschützten Gebäude. Auf Facebook erinnerte im Jahr 2014 eine Seite an die "glorreichen" Tanzpalast-Zeiten.

Am 22. September 1955 ging es im Gloria-Palast an der Stalinallee zur Saison-Eröffnung 1955/56 "Vorwiegend heiter" zu. Dafür hatte die Gastspieldirektion STAHA Weißenfels unter anderem den Komiker Eberhard Cohrs eingeladen. Am 19. Oktober 1955 lief die Kabarettrevue "Von Hamburg nach Tahiti". Am 17. Januar 1956 waren die "2 LUPI'S" zu Gast und zeigten sensationelle Faßsprünge zum ersten Mal in der DDR nach einer achtjährigen Tournee in 24 Staaten.

Versorgungskontor Industrietextilien Leipzig - Objekt II Weißenfels (Intex)

Foto: Martin Schramme, 2009 Versorgungskontor Industrietextilien Leipzig - Objekt II Weißenfels
Foto: Martin Schramme, 2009 Foto: Martin Schramme, 2009 Im Giebelbogen sind Reste mehrerer mit Farbe aufgetragener Firmenbezeichnungen
zu erkennen. Von der älteren, roten Schrift ist noch das Wort "mühlen" zu sehen,
von der jüngeren, weißen das Wort "Fabrik".
Foto: Martin Schramme, 2015

Das ist der Gebäudekomplex vom Versorgungskontor Industrietextilien Weissenfels, Leipzig - Betrieb II in Weißenfels, der sich unweit des Bahnhofs zwischen Weinbergstraße und Am Güterbahnhof befindet. Im Telefonbuch des Bezirkes Halle von 1990 ist dazu noch Folgendes zu finden: Leitung, Vermittlungs- und Auskunftstelle / EV Filze, EV Hygiene, EV Schuhstoffe, EV Täschnerstoffe. Ferner befand sich im Ort ein Fachgeschäft Intex in der Leninstraße 4. Der Hauptsitz in Leipzig war in der Ritterstraße 44/48 zu finden. Die Intex-Zweigstelle in Halle befand sich als Intex-Fachhandel in der Klement-Gottwald-Straße 70-71 (heute Leipziger Straße).

Bericht einer Ausgabe des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" im Jahre 1971: Der "VEB Berliner Filmtheater" etwa bestellte jüngst beim Lager Luckenwalde des staatlichen "Versorgungskontors Industrie-Textilien" ein paar Dutzend Spültücher und erhielt die Antwort. "Spültücher sind schon lange nicht mehr am Lager." Statt dessen empfahlen die Luckenwalder Lageristen den Bezug "weißer Jacken aus gutem Baumwollgewebe (fusselfrei): Daraus können Sie etwa 10 bis 12 Spültücher schneiden." Ost-Berlins (einzige) satirische Wochenzeitung "Eulenspiegel" machte den Fall publik und spottete: Wenn eines Tages der "VEB Vereinigte Grobgarnwerke Kirschau" (VEGRO, ehemals Firma Gebr. Müller) für eine "Spültuchschwemme" gesorgt haben werde, stehe den HO-Gaststätten Leipzig-Land auf eine Bestellung von Kellnerjacken hin folgender Bescheid ins Haus: "Wir können Ihnen einen größeren Posten Spültücher anbieten. Aus jeweils zehn Spültüchern können Sie mit einigem Geschick eine Kellnerjacke anfertigen."

Laut Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt handelt es sich um einen repräsentativen, viergeschossigen Ziegelbau, der die Form eines Barockschlosses nachahmt und 1900 errichtet wurde. Die Schuhfabrikation hat Tradition in Weißenfels und war zeitweise wohl auch in diesem Gebäude beheimatet. Die Zeit der Schuhe ist in der Kleinstadt an der Saale vorbei. Nur im Museum sind Erinnerungen an die glorreichen Zeiten zu finden. => Schuhmuseum

Schlosskeller

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Herrenmühle

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Römer Lebensmittel

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Mohren-Apotheke (Sanierung 2013/2014)

Foto: Martin Schramme, 2014

Das Gebäude samt Apotheke gibt es seit 1720. Die Apotheke soll es bereits im 17. Jahrhundert gegeben haben, doch dann brannte das Haus ab. Seit 1994 stand das Gebäude mit dem Mohrenkopf leer. Im Zuge der 2013 begonnenen Sanierung wurde historisches Material auf die Augustusburg ins Museum geschafft. Ein Bürger aus München hatte das Haus bereits 2002 ersteigert und gab seinerzeit an, daraus ein kleines Ärztehaus machen zu wollen. Es blieb bei der Ansage.

G.W. Hoyer Nachfolger

Foto: Martin Schramme, 2014

Reste eines alten Geschäfts: G.W. Hoyer.

Glaserei | Sarglager

Foto: Martin Schramme, 2014

Übereinandergepinselt: Sarg-Lager in Schwarz (älter) und Glaserei in Rot.

VEB TACTON Weißenfels (Schlagzeughersteller)

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Der VEB TACTON Weißenfels, beheimatet Am Bad 1 an der Saale, stellte Schlaginstrumente aller Art her und gehört zum Kombinat Musikinstrumente Markneukirchen im Vogtland.

Willy Redlich G.m.b.H. | REWEI

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

REWEI steht in Großbuchstaben im Eingang des Hauses; vielleicht das Kürzel für REdlich WEIßenfels? Willy Redlich, Kontor - Lager, Schuhwaren engros, Rewei Schuh-Vertrieb GmbH, Kragen, Mäntel,

Frisiersalon (DDR)

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Der Dienst am Kunden stand offenbar im Vordergrund bei diesem Frisörgeschäft, denn nicht die Handwerker (Frisöre), sondern deren Tätigkeiten (das Frisieren) war im Namen zu finden. Dabei hieß es, einen Termin im Salon zu bekommen, war schwierig in der DDR und wurde schon Mal mit der Schenkung eines Päckchens Kaffee beschleunigt.

altes Weißenfels

Foto: Martin Schramme, 2015

Stand April 2014: Etliche alte, unsanierte und leerstehende Häuser stehen noch in Weißenfels.

Gasthaus "Alt-Weißenfels" (Große Burgstraße 19)

Foto: Martin Schramme, 2014

Das Portal mit Oberlicht datieren Denkmalschützer auf das Jahr 1697. Kellergewölbe und Gründung des Gebäudes bestehen aus Bruchsteinen, Auß- und Innenwände teilweise aus Holzfachwerk. Das herrschaftlich, barocke Wohnhaus, in dem sich einst die Gaststätte "Alt-Weißenfels befand, stand wie der gesamte Straßenzug unter Denkmalschutz.

Quellen: u.a. Tagesspiegel, museum-digital.de

Betriebe in der DDR
Akademie für Weiterbildung der Leichtindustrie Weißenfels (VEB Kombinat Schuhe Weißenfels)
VEB Ausbau Weißenfels (VEB Bau- und Montagekombinat Chemie Halle)
VEB Baureparaturen Weißenfels
VEB Bergbräu Weißenfels
VEB Berufsschuhe Weißenfels
VEB Brauerei Weißenfels (VEB Getränkekombinat Dessau)
VEB Damenschuhfabrik Rakete Weißenfels
VEB Dienstleistungsbetrieb Weißenfels
VEB Dienstleistungskombinat Weißenfels
VEB Elektrobau Weißenfels
VEB Fahrzeug- und Motorenreparatur Weißenfels
VEB Formenbau Weißenfels (VEB Kombinat Schuhe Weißenfels)
VEB Forschungsinstitut für Schuhtechnologie Weißenfels (VEB Kombinat Schuhe Weißenfels)
VEB Gebäudewirtschaft Weißenfels
VEB Gemüseverarbeitung Weißenfels
VEB Großbäckerei Weißenfels (VEB Backwarenkombinat Halle)
VEB Gummiwerk Weißenfels (VEB Kombinat Chemie und Plastverarbeitung Halle)
VEB Haushaltgeräte Weißenfels (VEB Kombinat Haushaltgeräte Karl-Marx-Stadt)
VEB Herrenschuhe Weißenfels
VEB Holzindustrie Brückenmühle Weißenfels
VEB Holzverpackungen Weißenfels
VEB Ingenieur-Tief- und Brückenbau Weißenfels (VEB Straßen-, Brücken- und Tiefbaukombinat Halle)
VEB Ingenieurbüro für Rationalisierung der Schuhindustrie Weißenfels
VEB Institut für die Lederverarbeitende Industrie, Weißenfels
VEB Junger Pionier Weißenfels
VEB Ketten- und Nagelwerk Weißenfels (VEB Kombinat Wälzlager und Normteile Karl-Marx-Stadt)
VEB Kristiania Schuhfabrik, Weißenfels (Langlaufschuhe für Germina, Betrieb im VEB Kombinat Sportgeräte Schmalkalden)
VEB Markant Schuhfabrik Weißenfels
VEB Möbel- und Bauelemente Weißenfels
VEB Mosterei Weißenfels
VEB Mühlenwerke Weißenfels
VEB Natur- und Werkstein Weißenfels
VEB Obst- und Gemüsekonserven Weißenfels
VEB Rationalisierung Weißenfels (VEB Kombinat Schuhe Weißenfels)
VEB Schlacht- und Verarbeitungsbetrieb Weißenfels (VEB Kombinat Fleischwirtschaft Halle)
VEB Schlachthof Weißenfels
VEB Schuhdesign Weißenfels (VEB Kombinat Schuhe Weißenfels)
VEB Schuhfabrik "Banner des Friedens" Weißenfels, Markwerbener Straße 24 (VEB Kombinat Schuhe Weißenfels)
VEB Schuhmaschinenbau "Compart" Weißenfels, Markwerbener Straße
VEB Skistiefel Weißenfels
VEB Sportschuhe Weißenfels
Staatliches Lederkontor Weißenfels, Naumburger Straße 75
VEB Stadtbrauerei Weißenfels
VEB Stahl- und Heizungsbau Weißenfels
VEB Stern-Waschmittel Weißenfels (vormals F.F. Schäfer Dampf-Seifenfabrik, Schäfer & Schulz Seifen-Fabrik, F.F. Schäfer KG, Schutzmarke seit 01.10.1894, 1972 vollständig verstaatlicht, VEB Kombinat Chemie und Plastverarbeitung Halle)
VEB TACTON Weißenfels, Am Bad 1 (Schlaginstrumente jeder Art, Kombinat Musikinstrumente Markneukirchen)
VEB TGA Elektroanlagenbau Weißenfels (Kombinat TGA, TGA = Technische Gebäde-Ausrüstung)
VEB Trommelfabrik Weißenfels
VEB Vereinigte Kleinlederwarenbetriebe Böhlitz-Ehrenberg, Werk III Weißenfels, Naumburger Straße 75 (VEB Kombinat Lederwaren Schwerin)
VEB Vorrichtungsbau Weißenfels, Naumburger Straße 85/87
"Weka Schuh" W. Kretzschmar KG, Weißenfels
VEB Vorrichtungsbau Weißenfels (VEB Werkzeugmaschinenkombinat Fritz Heckert Karl-Marx-Stadt)
VEB Weißenfelser Kombimöbel / VEB Weißenfelser Kleinmöbel / VEB Kombimöbel Weißenfels (VEB Möbelkombinat Dresden-Hellerau)
VEB Zentraler Forschungs- und Rationalisierungsbetrieb (ZFRB) Weißenfels (Schuhmaschinen, Aggregate und Anlagen für die Schuhindustrie)
VEB Kombinat Schuhe Weißenfels (Betriebe in Weißenfels, Leipzig, Burg, Coswig, Halle, Dresden, Schönebeck, Berthelsdorf, Großharthau, Frankenberg, Schönheide, Zschortau, Bad Lausnick, Neusalza-Spremberg, Bad Langensalza, Crimmitschau, Hirschberg, Siebenlehn, Berlin, Stadtilm, Weida, Lobenstein, Lößnitz, Meißen, Arnstadt, Naumburg, Radebeul, Schmölln, Hinterhermsdorf, Erfurt, Groitzsch, Bernburg, Dessau, Dresden, Eisleben, Falkenberg, Schneeberg, Storkow, Königsee, Eppendorf, Bad Doberan, Luckenwalde, Zwickau, Neuruppin, Ehrenfriedersdorf, Pfaffenhain, Freiberg, Schmalkalden, Schwedt, Roßwein, Seifhennersdorf, Zarrenthin, Zehdenick, Zwönitz, Hartha, Ebersbach, Hohenleuba, Greiz, Torgau)
WIWENA Möbelmarke des VEB Möbelkombinat Wittenberg-Weißenfels-Naumburg

Wirtschaft und Leben in Weißenfels vor 1945
Ernst Bickel Schuhfabrik Weißenfels (Marke Dauerläufer)
Friedrich Prast Schuhfabrik Weißenfels (Marke Wüstenkönig)
Max Detzner Schuhfabrik Weißenfels
Oswald Wenzel Schuhfabrik Weißenfels (modisches Sportschuhwerk)

Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: An der Saale und an den Linien Halle-Bebra-Frankfurt am Main und Weißenfels-Zeitz der Preußischen Staatsbahnen. Wasserleitung, Gasanstalt, Elektricitätswerk, Schlachthof; Zuckerfabrik, Maschinenfabrik und Eisengießerei, Papier- und Pappenfabrik, Rauchwarenzurichterei, Kürschnerei, Fabrikation von Trommeln, Schuhwaren, Leder, Töpferwaren, Gold- und Silberwaren, handel mit Holz und Getreide. In der Umgebung Sandsteinbrüche, Braunkohlenbergwerke, Paraffin- und Solarölfabriken. Seit 1814 preußisch.