Wassertürme

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
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letzte Änderung am 17.06.2017

Wassertürme entstanden um 1900 in großer Zahl in Deutschland. Sie markierten eine neue Zeit mit fließendem Wasser, dem Aufstieg der Eisenbahn (Dampfloks brauchen viel Wasser) und dem Vormarsch der Hygiene.

Wasserturm in Zembschen

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Im Hohenmölsener Ortsteil Zembschen ist ein bemerkenswerter Wasserturm zu finden. Er gehörte einst zur Braunkohlengrube "Winterfeldt". Eigentümer der Grube war die A. Riebecksche Montanwerke AG aus dem nahen Halle an der Saale, die seit 1883 bestand. Der Wasserspeicher in Kugelform ist ein so genannter Klönne-Behälter, der 1898/99 patentiert wurde.

Wasserturm am Bahnhof Nordhausen

Wasserturm am Bahnhof in Nordhausen, Foto: Martin Schramme, 2012
Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012

1866 begann in Nordhausen das Eisenbahnzeitalter. Am 10. Juli stand die Verbindung nach Halle an der Saale. 1872 schicke Wolff-Bureau (Büro) in Halle einen Bahnhofs-Brief an die seit 1848 erscheinende Nordhäuser Zeitung (siehe Foto). Gut möglich, dass der Anlass für den Brief ein Jubiläum war, denn 1872 gab es eine Sondernummer und die Umstellung des Blattes auf ein größeres Format. Die Druckerei Müller, wo die Zeitung gedruckt wurde, feierte in dem Jahr 50 Jahre.

Wasserturm am Bahnhof Sandersleben

Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012

Der Bahnhof Sandersleben ist ein Knotenpunkt der Bahnstrecken Halle-Halberstadt und Güsten-Sangerhausen, die in den 1870er Jahren gebaut wurden. Auch war der Bahnhof Teil der "Kanonenbahn".

Wasserturm in Hoym, Baujahr 1933

Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012

Der Wasserturm Hoym, ein 46 Meter hoher, viereckiger Klinkerbau, befindet sich an der Straße zwischen Hoym und Frose. Über dem Eingang sind interessante Insignien zu finden: "Stadt Hoym 1933" steht rings um einen Bären, der ein Wappen hält. Der Bär ist das Wappentier der Anhaltiner.

Wasserturm in Roßlau

Foto: Martin Schramme, 2013 Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Wasserturm des Bahnbetriebswerks Roßlau

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Wasserturm am Bahnhof von Halberstadt

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

1911 wurde der Wasserturm mit Klönnebehälter erbaut, um die Dampflokomotiven mit Wasser zu versorgen. Bis 1989 war er in Betrieb. Bis 2007 verfiel er, dann wurde er restauriert.

Wasserturm in Gernrode

Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011

Gernrode hat einen eindrucksvollen Wasserturm.

Wasserturm in Siersleben

Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012

Eine Rarität eines Wasserturmes befindet sich auf dem Gelände der Gärtnerei Gebr. Burkardt in Siersleben (Mansfelder Land). Errichtet wurde der Turm vor über 100 Jahren, als der Gartenbaubetrieb noch Gartenbaumeister Friedrich Körber gehörte, der 1892 in den Ort gekommen war. Aus England soll der Wasserspeicher ins Deutsche Reich geschafft worden sein. Heute noch liefert der Turm Wasser, doch ob er noch lange steht oder nicht eines Tages zusammenfällt, wissen die Besitzer nicht. Ihn zu sanieren können sie sich jedenfalls nicht leisten. Vor einigen Jahren soll sich die damalige Landwirtschaftsministerin von Sachsen-Anhalt, Petra Wernicke, das denkmalwürdige Bauwerk angesehen haben. Ein Rettungskonzept gibt es bis heute nicht.

Wasserturm I in Gleina (Burgenlandkreis)

 | Foto: Martin Schramme, 2012  | Foto: Martin Schramme, 2012

Kammerherr Bernhard Heinrich von Helldorf ließ 1907 einen Wasserturm mit den Steinen ehemaliger Ställe erbauen. Von Helldorfs gehörte seit 1830 das Schloss Gleina.

Wasserturm Genthin

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Der 48 Meter hohe Wasserturm an der Geschwister-Scholl-Straße in Genthin ist kaum zu übersehen. 1934/35 wuchs er in die Höhe. Neben dem obligatorischen Wasserbehälter verfügt der Turm über eine Aussichtsplattform und vier große Figuren am Sockel. Heute ist auf seiner Spitze eine Wärmebild-Kamera befestigt, die als Brandwächter für die umliegenden Wälder fungiert und dabei eine Reichweite von 15 Kilometer hat. Anfang 2014 war der Turm sanierungsbedürftig. Die Stadt rechnete mit Kosten von 1,3 Millionen Euro. Dafür wollte sie Fördermittel einwerben, was unter anderem daran scheiterte, dass Genthin nicht den geforderten Eigenanteil aufbringen konnte.

Wasserturm Leopoldshall, Staßfurt

Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012

Den Wasserturm der Leopoldshall gibt es sogar als Modell für die Modelleisenbahn. Das Bleicherdewerk sollte revitalisiert werden als Gewerbegebiet und Wohnstandort. Im März 2008 beschloss der Stadtrat von Staßfurt, den entsprechenden Bebauungsplan aufzuheben. Leopoldshall war ein Ort des Salzbergbaus. Von 1890 bis 1910 saß in Leopoldshall das erste Deutsche Salzsyndikat

Wasserturm Bahnhof Lutherstadt Eisleben

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Wasserturm in Staßfurt

Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2017 Foto: Martin Schramme, 2017

Auf dem Prinzenberg in Staßfurt steht ein sehr markanter Wasserturm. Vergleiche mit alten Postkarten zeigen die deutliche baulichen Veränderungen des Turmes. Optisch sah der Turm einst fast wie ein Leuchtturm aus, denn die obere Fensterreihe in der Holzverkleidung glich nicht wie heute der unteren, sondern war einem Leuchtturm gleich rundherum verglast. Auch war die obere Fensterreihe im Ziegelsteinsockel noch nicht zugemauert. Die Veränderungen waren bereits auf Postkarten der 1930er Jahre zu sehen. Hatte sich der Zeitgeist geändert?

Wasserturm am Bahnhof Bad Frankenhausen

Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012

1894 wurde die Bahnstrecke Bad Frankenhausen-Bretleben eröffnet und bis 1898 bis nach Sonderhausen verlängert. In Esperstedt kam 1907 ein Abzweig nach Oldisleben (Zuckerfabrik) dazu, auf dem bis zum Sommer 1992 noch Güterzüge fuhren, der aber 1993 stillgelegt und 2012 entwidmet und damit endgültig aufgegeben wurde. Die Strecke Sonderhausen-Bretleben wurde im Herbst 2008 stillgelegt. Die Reaktivierung der Strecke wurde mehrfach diskutiert. 2011 sah man zumindest für den Abschnitt Bretleben-Bad Frankenhausen eine Realisierungschance. Unter anderem die Bundeswehr meldete Interesse an. Passiert war jedoch auch im Jahr 2012 nichts. Immerhin hat die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH (DRE), welche die Stilllegung von Strecken verhindern will, einen Pachtvertrag.

Wasserturm II in Gleina (Burgenlandkreis)

 | Foto: Martin Schramme, 2012  | Foto: Martin Schramme, 2012  | Foto: Martin Schramme, 2012

Dieser Wasserturm in der Ortsmitte von Gleina wurde um 1900 erbaut.

Wasserturm des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerkes Zwickau

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Nach dem Abriss etlicher Gebäude des weitläufigen RAW-Geländes in Zwickau ist der markante braune Wasserturm weithin sichtbar.

Wasserturm Elsterwerda

Foto: Martin Schramme, 2014

250 Kubikmeter Wasser kann der 32 Meter hohe Wasserturm Elsterwerda speichern. Die Jahre 1905/1906 gelten als Baujahre. 1948 wurde der Turm vom Netz genommen. In den 1980er Jahren retteten Denkmalpfleger und der Rat der Stadt den Turm vor dem Abrisss. So wurden bereits 1989 erste Sanierungsarbeiten veranlasst.

Wasserturm am Bahnhof Biehla

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Der Bahnhof in Biehla wurde 1874 eröffnet. Der Wasserturm am Bahnhof hat ein Fassungsvermögen von 50 Kubikmeter.

Wasserturm Salbke in Magdeburg (anno 1893/94)

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Wasserturm anno 1902 an der Bahnstrecke Halle-Kassel in Oberröblingen an der Weida

Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme hinter dem Wasserturm fließt die Weida
Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Blick unter den genieteten Wasserbehälter

Wasserturm an der Bahnstrecke Halle-Kassel in Röblingen am See direkt an der Weida (Bach/Flüsschen): Auf einen massiven Natursteinsockel wurde 1902 für die Eisenbahn ein quaderförmiger Klinkerbau errichtet. Hinter der Dachkante des Gebäudes befinden sich - von der Seite nicht sichtbar - zwei genietete, stählerne Wasserbehälter. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Wasserturm zeitweise bewohnt. Ein tapetenartiges Pflanzenmuster war selbst noch in dem einsturzgefährdeten Gebäude im Frühjahr 2010 erkennbar.

Wasserturm in Mühlberg (Elbe)

Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016

Der Wasserturm von Mühlberg ist, weil er im Vergleich zu anderen Gebäuden im Ort so weit empor ragt, quasi das Wahrzeichen der Gemeinde an der Elbe. Er steht auf dem Klostergelände und ist auf quadratischem Fundament gerade nach oben geziegelt. Verglichen mit anderen Wassertürmen aus der Kaiserzeit, die ihrer Schönheit nach zu urteilen, einem Wettbewerb entsprungen zu sein scheinen, wirkt der Bau recht profan.

Wasserturm am Bahnhof in Saalfeld

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Saalfeld war ein wichtiger Eisenbahnknoten. Im Dezember 1871 stand die erste Bahnverbindung nach Gera. 1874 folgte die Strecke nach Naumburg, 1895 nach Erfurt, 1900 nach Katzhütte/Königsee, 1907 nach Hof und 1913 nach Sonneberg. Im Mai 1939 konnte in Saalfeld die erste E-Lok fahren. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnknoten massiv beschädigt. Unvergessen ist der amerikanische Bombenangriff vom April 1945.

Wasserturm in Neudorf

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Der Wasserturm in Neudorf gehörte samt Wasserwerk zum Truppenübungsplatz Zeithain. Er wurde 1893/94 errichtet. 1899 wurde der Güterbahnhof Röderau direkt mit dem Truppenübungsplatz Zeithain verbunden. Seit 2011 ist das Wasserturm-Gelände von Neudorf in Privathand.

Wasserturm am Personenbahnhof in Merseburg

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Der Wasserturm am Personenbahnhof Merseburg wurde 1905/1906 gebaut. Er sollte nicht zuletzt das für die Dampflokomotiven benötigte Kesselwasser reinigen, dessen natürliches Vorkommen in Merseburg einige Schwierigkeiten bereitete. Der 50 Kubikmeter fassende Kugelbehälter kam von der Dortmunder Maschinenfabrik August Klönne (Brücken- und Stahlbau), die Wasserreinigungsanlage wurde von der Halleschen Maschinenfabrik und Eisengießerei AG aus Halle Saale geliefert. Im Frühjahr 2016 bot die Bahntochter DB Immobilien das sanierungsbedürftige Bauwerk zum Kauf an.

Wasserturm am ECW in Eilenburg (Baujahr 1916, Intze)

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Eigens für den immensen Wasserbedarf des Chemiewerkes in Eilenburg unweit der Mulde wurde 1916 ein 60,5 Meter hoher Wasserturm errichtet, der vier Hochbehälter mit 1000, 500, 65 und 20 Kubikmeter (zusammen also 1585 Kubikmeter) sowie einen Tiefenbehälter mit 500 Kubikmeter Fassungsvermögen bekam. Von 2002 bis 2004 wurde der Wasserturm, der weithin zu sehen ist, saniert.

Wasserturm am Bahnhof Röderau

Foto: Martin Schramme
Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Die Strecke Jüterbog-Röderau wurde ab 1848 von der Berlin-Anhaltische Eisenbahn-Gesellschaft betrieben. Über ein Gleisdreieck wurden die Züge in die Richtungen Leipzig und Dresden geteilt. Vom 1. Oktober 1848 bis zum 12. Dezember 2004 war Röderau Haltepunkt für Personenzüge. Eine Bahnverbindung zwischen dem Bahnhof Röderau und dem Truppenübungsplatz Zeithain entstand 1899.

1873 entstand in Zeithain ein riesiger Truppenübungsplatz (Tüp). Nach mehreren Erweiterungen des Militärgeländes wurde 1913 zwischen Zeithain und Röderau der Bau einer Munitionsfabrik begonnen. Ab 1919 griff der Versailler Vertrag, so dass der Tüp fortan zivil genutzt wurde bis zur Remilitarisierung 1935. 1941 entstand ein Kriegsgefangenenlager. Ab 1960 nutzte die Rote Armee (Russen) die ehemalige Munitionsfabrik als Munitionsdepot.

Wassertürme der Eisenbahn in Aschersleben

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012

Dieser Wasserturm steht am Bahnhof Aschersleben. Dabei handelt es sich um einen Turm mit einem so genannten Klönne-Behälter, benannt nach dem Dortmunder Stahl- und Brückenbauer August Klönne (1849-1908), der die kugelige Wasserbehälterform aus Stahl 1898/99 zum Patent anmeldete. Der Wasserturm wurde offenbar 1914 gebaut, denn diese Jahreszahl steht auf einem Eisernen Kreuz über dem Gebäudeeingang. Der erste Wasserturm mit Klönnebehälter war 1906 in Chemnitz-Hilbersdorf errichtet worden. Zur Landesgartenschau 2010 in Aschersleben sollte der sanierungsbedürftige Turm geschmückt werden, doch die Immobiliengesellschaft der Deutschen Bahn AG, Eigentümerin des Baudenkmals, hatte Sicherheitsbedenken. Es blieb bei Plänen, die unter Beteiligung der Bevölkerung entstanden waren. Im August 2016 wurde der Wasserturm am Hauptbahnhof Aschersleben samt der benachbarten Güterabfertigung auf einer Aktion angeboten für 2000 Euro.

Bahnhof und Wasserturm Großkorbetha

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

1856 ging der Bahnhof Großkorbetha in Betrieb. 1851 hatte die Thüringische Eisenbahn-Gesellschaft (ThEG) beschlossen, die Weißenfels-Leipziger zweigbahn zu bauen und bei Corbetha an die seit 1846 bestehende Stammstrecke Halle-Gerstungen anzuschließen. Die Bauarbeiten mehr als 30 Kilometer langen Strecke Leipzig-Möckern-Leutzsch-Markranstädt-Corbetha begannen 1855. Wegen der wachsenden Belegung der Strecke wurde 1878 ein zweites Streckengleis gelegt. Der Thüringer Bahnhof am anderen Ende der Zweigbahn in Leipzig bestand von 1857 bis 1907. 1907 wurde die Bahnhofsfläche für den Ausbau des Leipziger Centralbahnhofs (heute Hauptbahnhof) benötigt, wo Preußische und Sächsische Bahn je 13 Bahnsteige bekamen. Den Zügen von und nach Corbetha waren die Bahnsteige IX und XI vorbehalten. Seit 1934 heiß Corbetha Groß-Korbetha. 1882 übernahm die Königlich-Preußische Eisenbahn Verwaltung (KPEV) die Regie. 1913 war ein neues Empfangsgebäude fertiggestellt. 1916 wurde eine Anschlussbahn zum Ammoniakwerk der BASF in Merseburg (ab 1925 I.G. Farbenindustrie AG) gebaut. 1942 wurde die Strecke elektrifiziert. 1946 demontierten die Russen ein Streckengleis und die Fahrleitung. 1964 wurde die Strecke erneut elektrifiziert.

Wasserturm am Bahnhof Querfurt

Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012

Wer weiß mehr über diesen Wasserturm?

Wasserturm in Tangermünde

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Wer weiß mehr über diesen Wasserturm?

Wasserturm Steigra (1995 stillgelegt)

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1887 wurde der 15 Meter hohe Wasserturm zur Wasserversorgung von Steigra und Kalzendorf erbaut. Bis zu 100 Kubikmeter Wasser konnten gespeichert werden. Seit 1995 ist der Turm außer Betrieb, weil neue Behälter in Barnstädt seine Aufgabe übernommen haben.

Wasserturm in Eisenberg

Foto: Martin Schramme, 2014

In Eisenberg steht ein Wasserturm am ehemaligen Reichsbahnhalt "Neuer Bahnhof". Die Bahnstation ist im Zuge des Baus der Strecke Eisenberg-Jena in den Jahren 1903 bis 1905 entstanden, weil der Anschluss an den alten Bahnhof räumlich nicht möglich war. Nach dem Ende der DDR 1990 wurde der Wasserturm saniert und als Jugendzentrum genutzt. Seit Mai 2002 ist der Turm ein offenes Haus der Jugendarbeit in Eisenberg.

Wasserturm in Delitzsch

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

In den Jahren 1902 bis 1904 erhielt Delitzsch ein öffentliches Trinkwasser-Versorgungsnetz.

Wasserturm an der Bahnstrecke in Delitzsch

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In der Zeit zwischen 1902 und 1904 wurde der Wasserturm in Delitzsch errichtet. Damals erhielt die Stadt eine öffentliche Wasserversorgung. Der Turm wurde dem Stand der Technik entsprechend mit dem seit 1885 verbauten Intze-Behälter ausgestattet. Den Name hat der Behälter nach seinem Erfinder, dem Wasserbauer Otto Intze (1843-1904). Er erfand eine Bauform, die es ermöglichte, Wassertürme mit schmalerem Fuß zu bauen und so Baumaterial zu sparen. Am 15. März 1902 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, eine Wasserleitung zu errichten. Nördlich der Stadt auf dem Hospitalfeld unweit der Bitterfelder Chaussee sollten drei Brunnen und ein Pumphaus entstehen und südlich der Stadt an der Bahnlinie Sorau-Halle ein Wasserturm. Zwischen beiden Einrichtungen sollte sich das Leitungsnetz erstrecken. Geplante Kosten: 430.000 Mark. Anfang 1903 begann der Leitungsbau. Bis zum Oktober des Jahres sollte er abgeschlossen sein. Nur Wochen vor der Fertigstellung überschattete ein Unfall die Bauarbeiten. Am 27. August 1903 stürzte ein Arbeiter vom Wasserturm herab. Seinen schweren Verletzungen erlag er wenig später im Hospital.

Wasserturm Klostermansfeld Ort

Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012

1911 wurde dieser prächtige Wasserturm aus Ziegelsteinen mit seinem Wasserbehälter (5,80 Meter Durchmesser, 100 Kubikmeter Fassungsvermögen) errichtet. Er ersetzte fortan zahlreiche Brunnen. Mitte der 1990er Jahre wurde der Turm saniert und in das Wasserversorgungsnetz der Mitteldeutschen Wasserversorgungsgesellschaft Midewa eingebunden.

wunderbare, sehr ausführliche Seite über die Geschichte Klostermannsfelds

Wasserturm in Torgau (Elbe)

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Wer weiß mehr über diesen Wasserturm?