Thierbach (Ortsteil von Kitzscher)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung: 03.12.2016

Artefakten sind im Sinne meines Projekts eigentlich Industriebauten, doch der Begriff der Wirtschaft lässt sich weiter fassen, je nach Sichtweise, und letztlich geht es mir auf diesen Seiten auch darum, vergessene und verfallene Vergangenheit wenigstens fotografisch in die Zukunft zu retten.

Schloss

Schloss Thierbach, Foto: Martin Schramme, 2015 Schloss Thierbach, Foto: Martin Schramme, 2015 Schloss Thierbach, Foto: Martin Schramme, 2015 Schloss Thierbach, Foto: Martin Schramme, 2015 Schloss Thierbach, Foto: Martin Schramme, 2015 Schloss Thierbach, Foto: Martin Schramme, 2015 Schloss Thierbach, Foto: Martin Schramme, 2015 Schloss Thierbach, Foto: Martin Schramme, 2015

Dem Passanten auf der Straße fallen zunächst nur die Rest einer einst herrschaftlich Umzäunung auf, aber bei näherem Hinsehen kommt hinter dem dichten Geäst von Bäumen und Sträuchern ein beachtenswertes Bauwerk zum Vorschein, dessen Front mit Altanvorbauten und zinnenbekrönten Ecktürmen beeindruckt (Tudorgotik). Das Gelände war einst ein Rittergut im Besitz der Familie Kitzscher. 1650 ging das Anwesen an die Familie von Claußbruch über, 1730 an die Familie von Zehmen. Ab 1773 folgten weitere Besitzer bis die Familie von Auenmüller am Ort Fuß fasste und 1888 eben jenes Schloss errichten ließ, dessen traurigen Reste noch immer beeindrucken. Es ist im neogotischen Stil errichtet und erhielt dazu einen englischen Park. Der letzte Besitzer von Schloss und Rittergut war 1938 Conrad von Auenmüller. 1941 wurde es an die Aktiengesellschaft Sächsische Werke Espenhain verkauft und diente als Wohnunterkunft für Werkdirektoren und deren Familien, nach 1945 für Umsiedler. 2015 war das Schloss nur noch eine Ruine.

Kraftwerk Thierbach (Baubeginn 1967, Abriss 2002 bis 2016)

Die komplette Kraftwerksanlage wurde in den Jahren 1967 bis 1971 errichtet. Der 300 Meter hohe Schornstein war einer der höchsten der Welt. Monteure aus der Sowjetunion, Polen und Ungarn waren am Bau beteiligt. Das Kraftwerk hatte eine Brutto-Leistung von 840 Megawatt und wurde mit Kohlenstaub betrieben. Im Herbst 1999 kam das Ende für die Anlage. Der Schornstein wurde im Oktober 2002 gesprengt, die Sprengung der Kesselhäuser folgte im Januar und Februar 2015 und die das Mittelbaus Ende Oktober 2016.

Betriebe in der DDR
VEB Kraftwerk Thierbach

Betriebe vor 1945