Russland

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Tatiana Vorotneva | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung: 04.10.2017

Russland ist das größte Land der Welt und unglaublich reich an Ressourcen. In Sankt Petersburg im äußeren Nordwesten des Riesenreiches begann im Oktober 1917 mit dem Sturm auf das Winterpalais der Sozialismus seinen Siegeszug um die Welt. Bis 1991 konnte sich die Alternative zum Kapitalismus halten. Die mehr als 70 Jahre waren vor allem am Anfang unter Lenin und Stalin von heroischen Ausschmückungen des Weltkommunismus geprägt.

Metro Moskau

Foto: Tatiana Vorotneva, 2017 Foto: Tatiana Vorotneva, 2017 Foto: Tatiana Vorotneva, 2017 Foto: Tatiana Vorotneva, 2017 Foto: Tatiana Vorotneva, 2017 Foto: Tatiana Vorotneva, 2017 Foto: Tatiana Vorotneva, 2017 Foto: Tatiana Vorotneva, 2017 Foto: Tatiana Vorotneva, 2017

Die Metro in Moskau war ein Sinnbild zum Sieg des Sozialismus. Tatkraft, Heroismus, Klassenbewusstsein, Personenkult und sozialistische Moderne verschmelzen dort zu einem atemberaubenden Gesamtkunstwerk. Nach dem Bau der U-Bahn in London während der 1870er Jahre reiften auch in Russland Überlegungen, ein U-Bahn-Projekt voranzutreiben. Doch damals fanden sich dafür keine politischen Mehrheiten. Nach der Oktoberrevolution 1917 erlebte der Gedanke eine Renaissance. 1923 bekam das deutsche Technikunternehmen Siemens Bauunion den Auftrag, eine Metro für Moskau zu projektieren. Das Ergebnis lag 1925 vor: Ein 80 Kilometer langes Tunnelsystem mit 86 Stationen sollte entstehen. Der Bau scheiterte allerdings am Geld. Erst 1931 begannen die Bauarbeiten. Zehntausende Menschen mit primitivstem Gerät waren im Einsatz. Den Fertigstellungstermin zu halten, war trotz aller Bemühungen am Ende nur durch den Kauf und Einsatz englischer Tunnelvortriebstechnik möglich. Im Mai 1935 fuhr schließlich die erste U-Bahn. Inzwischen war das Projekt zur Sache des Komsomol, der sowjetischen Jugendorganisation, geworden.