Landsberg (Saalekreis)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung am 09.02.2016

Niemberg (Ortsteil von Landsberg)

Malzfabrik Niemberg (gegr. 1889)

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Die Actien-Malzfabrik Niemberg, gegründet 1889, wurde direkt an der Bahnstrecke Cöthen-Halle sowie dem ehemals größten Güterbahnhof im Saalkreis errichtet und bekam einen eigenen Gleisanschluss. 1918 übernahm die Actien-Malzfabrik Cönnern die Malzfabrik in Niemberg. Die Malzfabrik belieferte Brauereien und stellte auch Malzkaffee her. 2014 stand das Hauptgebäude schon länger leer.

Oberschule Hermann Ferres

Foto: Martin Schramme, 2014

Zu DDR-Zeiten bekam die Oberschule in Niemberg den Name des Arztes Dr. Hermann Ferres (1890-1844), der 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet wurde, weil er polnischen Kriegsgefangenen geholfen hatte. Während der NS-Zeit kamen überwiegend politische Gefangene nach Brandenburg an der Havel. 1940 wurde aus dem Zuchthaus eine Hinrichtungsstätte. Bis zum Kriegsende 1945 ließ das NS-Regime dort 1722 Menschen töten.

Betriebe in der DDR (1949-1990)
VEB Malzfabrik Landsberg
VEB Maschinen- und Apparatebau Landsberg (VEB Schwermaschinenbaukombinat TAKRAF Leipzig)
VEB Plastverarbeitung Landsberg
VEB Transportanlagen Montagen Landsberg (VEB Kombinat Anlagen- und Gerätebau Halle)

Wirtschaft in Landsberg (Saalkreis) vor 1945
Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: Am Strengbach und am Kapellenberg, an der Linie Berlin-Halle der Preußischen Staatsbahnen. Post, Telegraph. Zucker-, Malzfabrik, landwirtschaftliche Maschinenfabrik und drei Porphyrsteinbrüche.