Jeßnitz

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Fotos ohne Nachfrage!
letzte Änderung am 05.12.2017

Jessnitzer Mühle auf der Muldinsel

Foto: Martin Schramme, 2013 Foto: Martin Schramme, 2013 Foto: Martin Schramme, 2013 Foto: Martin Schramme, 2013

Aus dem Jahr 1398 stammt die bekannte erster Erwähnung der Mühle in Jeßnitz auf einer Insel in der Mulde. Ab 1455 ist an dem Standort eine Getreidemühle belegt, die schrittweise verbessert wurde, unter anderem 1549 und 1700. 1759 berichtet die Chronik von einer Walk- und Ölmühle. Fürst Leopold verkaufte das Objekt 1792 an den Mühlmeister Drache. Der Neubau von 1794 brannte 1847 ab. Von 1869 bis 1929 befand sich in der Mühle eine Strohpappenfabrik (Strohpappe = billige Pappe aus Stroh und Stofffasern). 1931 wurde aus der Mühle eine Brotfabrik, die 1945 zerstört wurde. 1948 übernahm das Futtermittelwerk die Regie. 1983 war das Ende des Wirtschaftsobjektes besiegelt. Nach dem Ende der DDR 1989/90 wurde die Mühle privatisiert. Die Wohnresidenz Mühlinsel II mit 47 Neubau-Wohnungen sollte entstehen. Im März 2014 gab es diese Residenz noch immer nicht. Stattdessen waren Teile des Objektes komplett eingestürzt.

1994 organisierte der Heimatverein Jeßnitz einen Gedenkstein zur Erinnerung an die Geschichte auf der Muld-Insel.
mehr über die Mühle

Roßschlachterei & Pferdehandlung

Foto: Martin Schramme, 2017 Foto: Martin Schramme, 2017

Betriebe in der DDR
Konsum Getränkefabrik Jessnitz im VEB (K) Sachsenbräu Leipzig (stellte u.a. Malzbier her)

Wirtschaft in Jeßnitz vor 1945
Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: "An der Mulde und an der Linie Dessau-Leipzig der Preuß. Staatsbahnen. .. Post, Telegraph; Holzwoll- und Garnspinnerei, Fabrikation von Woll- und Halbwollwaren, Tischdecken, Papier und Pappe, Dampfschneidemühlen, Holzschleiferei."