Halle an der Saale

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Nutzung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung: 04.04.2016

Anfangs gab es hier nur eine Artefakte-Seite zu Halle, doch Anfang 2015 waren es bereits vier Seiten. Sie sind hier auf einen Blick zusammengefasst.

Halle I, Halle II, Halle III, Halle IV

Wirtschaft in Halle vor 1945
Wagen- und Waggonfabrik Gottfried Lindner AG

Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: Der älteste Gewerbebetrieb ist die Salzgewinnung, die schon im 10. Jahrhundert ein Lehn der Erzbischöfe von Magdeburg war. Sehr alt und noch jetzt bedeutend sind die Weizenstärkefabrikation (19 Fabriken lieferten 5000 Tonnen Stärke) in Verbindung mit Schweinmästerei, die Brauerei (18 Brauereien verwendeten 1890: 3600 Tonnen Gerstenmalz, brauten 40.762 Hektoliter obergäriges und 173.821 Hektoliter untergäriges Bier und zahlten 155.282 Mark Brausteuer), die Branntweinbrennerei, die Zuckerindustrie in der Stadt (Raffinerie und Zuckersiederei) und in der Umgebung. In der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts haben sich entwickelt vor allem die Eisengießerei, Maschinenindustrie und Kesselschmiede, namentlich der Bau von Förder- und Wasserhaltungsmaschinen für Bergbaugewerke (die älteste Fabrik, Leutert & Co. in Giebichenstein, ist 1856 gegründet), von Apparaten für Zuckerfabriken u.s.w. (A.L.G. Dehne; Hallesche Maschinenfabrik und Eisengießerei, Aktiengesellschaft; Wegelin & Hübner; A. Wernicke) und Brennereien, und von Dampfkesseln (Victor Lwowsky, F. Schmidt, Seyffert, Melzer, Wuth & Dietrich), von landwirtschaftlichen Maschinen (F. Zimmermann & Co.), von Dampfmaschinen (Weise & Monski), von Baukonstruktionen (Otto Reitsch u.a.), im Ganzen 37 größere Maschinenfabriken, wozu noch eine große Anzahl von anderen Metallbearbeitungsanstalten kommen. Außerdem besteht Fabrikation von Chemikalien, Malz, Wagen, Farbwaren, Cigarren, Cichorien, Kakao und Schokolade, Honigkuchen und Zuckerwaren (David Söhne), Korbwaren, Düngemitteln, Soda, Ceresin und Schmieröl, Seifen, Parfümerien, Damenmänteln, künstlichen Blumen, Leder, Handschuhen, Papier (Cröllwitzer Papierfabrik), und Luffawaren, ferner Holzschneidereien, Tischlereien, Wagenbauereien und bedeutende Mühlen in der Umgebung (in Böllberg, Döllnitz u.a.). Die zahlreichen Braunkohlengruben in der Nähe haben eine großartige Industrie hervorgerufen. Die A. Riebeckschen Montanwerke förderten (1890) aus 16 Kohlengruben 24 Millionen Hektoliter Kohlen, aus welchen 200.000 Tonnen Briketts, 3,6 Millionen Naßpreßsteine und in 592 Schwelöfen 25.000 Tonnen Teer gewonnen wurden."

Eisenbahnen 1894: Halle liegt an den Linien Halle-Sorau-Guben, Halle-Bebra (210,3 Kilometer, Thüringer Eisenbahn), Halle-Berlin (167,7 Kilometer, Berlin-Anhalter-Eisenbahn), Halle-Nordhausen-Cassel (217,6 Kilometer), Magdeburg-Halle-Leipzig (119,1 Kilometer), Halle-Vienenburg (126,9 Kilometer), der Preußischen Staatsbahnen, welche sämtlich in den großartigen 8. Oktober 1890 eröffneten Centralbahnhof (Baukosten 11 Millionen Mark) einmünden. Die Zahl der täglich ankommenden Züge beträgt etwa 300, darunter 54 Schnell- und 120 Personenzüge. 1892 wurden in Halle 1.230.404 Fahrkarten ausgegeben.

Straßenumbenennungen in der DDR (links früher, rechts später)
Albrechtstraße => Kardinal-Albrecht-Straße
Am Steintor => Marx-Engels-Platz
Argonnenstraße => Schinkelstraße
Artilleriestraße => Damaschkestraße
Verlängerte Artilleriestraße => Dieselstraße
Bäumerweg => Tieckstraße
Belfortstraße => An der Petruskirche
Bertholdstraße => Mörickestraße
Blumenthalstraße => Adolf-vonHarnack-Straße
Blümelweg => Ginsterweg
Boelckestraße => Dessauer Straße
Buddeckeweg => Gleimstraße
Cecilienstraße => Herweghstraße
Danziger Freiheit => Moritzburgring
Dessauer Straße => Paracelsusstraße (zwischen Berliner Straße und Dessauer Platz)
Fehrbellinstraße => Fleischmannstraße
Fliegerweg => Von-Einbeck-Straße
Friedrichplatz => August-Bebel-Platz
Friedrichstraße => August-Bebel-Straße
Füsilierstraße => Matthias-Claudius-Straße
Funkerweg => Cranachstraße
General-Maercker-Straße => Hubertusplatz
Giebichensteiner Ufer => Rive-Ufer
Gneisenaustraße => Wolfensteinstraße
Goebenstraße => Windhorststraße
Graf-Spee-Straße => Matthias-Grünewald-Straße
Grönhoffstraße => Wilhelm-Busch-Straße
Hagenstraße => Straße der Opfer des Faschismus
Heinrichstraße => Martha-Brautzsch-Straße
Hindenburgbrücke => Berliner Brücke
Hindenburgstraße => Magdeburger Straße
Hohenzollernstraße => Robert-Blum-Straße
Immelmannstraße => Gottfried-Keller-Straße
Kaiserplatz => Rathenauplatz
Kaiserstraße => Willy-Lohmann-Straße
Kapitän-Strasser-Weg => Götzstraße
Karlstraße => Franz-Andres-Straße
Von-Klüber-Brücke => Pfälzerbrücke
Königsplatz => Stresemannplatz
Königstraße => Rudolf-Breitscheid-Straße
Kronprinzenstraße => Schleiermacherstraße
Kurfürstenstraße => Feuerbachstraße
Litzmannstraße => Hans-Thoma-Straße

Links zu Halles Geschichte

Zentralinstitut für Schweißtechnik (1952-1990)

Begriffserklärungen
Ceresin = wird als Ersatzstoff für Bienenwachs unter anderem für Wachskerzen verwendet