Güsten (Sachsen-Anhalt)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung: 08.10.2016

Güsten befand sich einst an der Kanonenbahn (Kilometer 147,3). Im Herbst 1865 verkehrte die Eisenbahn erstmals zwischen Aschersleben und Bernburg mit Halt in Güsten. 1866 stand auch die Verbindung nach Staßfurt. Wie dort wurde auch in Güsten eifrig nach Salz gegraben.

Güstener Neueste Nachrichten

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Eine verblasste Aufschrift erinnert an die Zeiten des Provinzblattes "Güstener Neueste Nachrichten".

Bahnbetriebswerk Güsten

Luftbild Bw Guesten

Im Zuge des Baus der Kanonenbahn 1878 von Berlin nach Blankenheim wurde Bahnbetriebswerk (Bw) Güsten mit Ringlokschuppen, Drehscheibe und Werkstätten errichtet. 1882 kamen ein weiterer Rundschuppen und Drehscheibe hinzu. Nach Bauarbeiten und Umstrukturierungen von 1967 bis 1969 und von 1975 bis 1980 war Güsten eines der modernsten Bahnbetriebswerke der DDR. Mit dem Ende der DDR 1990 brach auch der Güterverkehr drastisch ein und riss das Bw mit in den Abgrund. Ende Oktober 1995 kam schließlich das Ende.

Bw Güsten

Betriebe in der DDR (1949-1990)
VEB Holzbau Güsten
VEB Maß- und Kinderkleidung Güsten
VEB Sattlerwaren Güsten
VEB Stahlverformung Güsten
VEB Textilmaschinenbau Güsten (VEB Kombinat Textima Karl-Marx-Stadt)

Wirtschaft in Güsten vor 1945
Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: In 63 Meter Höhe, an der zur Saale gehenden Wipper und an den Linien Wittenberg-Cöthen-Aschersleben, Magdeburg-Güsten und Berlin-Eichenberg der Preußischen Staatsbahnen. Post zweiter Klasse, Telegraph, Fernsprecheinrichtung und eine Domäne.