Elsterwerda

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Fotos ohne Nachfrage!
letzte Änderung: 21.06.2016

Die frühe Wirtschaftsgeschichte Elsterwerdas war die einer Burg an der Salzstraße zwischen Halle und Prag. Im 18. Jahrhundert wurde, um den wachsenden Holzbedarf des Ortes zu decken, der Elsterwerda-Grödel-Floßkanal gebaut. Mitte Oktober 1875 bekam die Stadt einen Bahnanschluss und wurde schließlich zum Bahnknoten auf der Strecke Dresden-Berlin. 1912 erhielt Elsterwerda die erste 110-kV-Hochspannungsleitung Europas, die zwischen Riesa und Lauchhammer verlief. 1936 wurde die Molkereigenossenschaft gegründet. Von Mai 1944 bis April 1945 waren die Bahnanlagen von Elsterwerda mehrfach Ziel schwerer Bombenangriffe.

Konsum-Großbäckerei

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014
Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Damit die einfachen Menschen sich auch versorgen konnten, schlossen sie sich seit Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts zu Konsum-Genossenschaften zusammen. Die Genossenschaften wuchsen schrittweise von reinen Verkaufseinrichtungen zu Unternehmungen mit eigenen Lebensmittelproduktionsstätten wie Fleischereien, Bäckereien und Molkereien.

Wasserturm Elsterwerda

Foto: Martin Schramme, 2014

250 Kubikmeter Wasser kann der 32 Meter hohe Wasserturm Elsterwerda speichern. Die Jahre 1905/1906 gelten als Baujahre. 1948 wurde der Turm vom Netz genommen. In den 1980er Jahren retteten Denkmalpfleger und der Rat der Stadt den Turm vor dem Abrisss. So wurden bereits 1989 erste Sanierungsarbeiten veranlasst.

Wasserturm am Bahnhof Biehla

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Der Bahnhof in Biehla wurde 1874 eröffnet. Der Wasserturm am Bahnhof hat ein Fassungsvermögen von 50 Kubikmeter.

Arno Geissler Fleischermeister

Foto: Martin Schramme, 2014

Betriebe in der DDR (1949-1990)
VEB Anlagenbau Impulsa Elsterwerda (VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen)
VEB Baubeschlagswerk Elsterwerda (VEB Baubeschlagfabrik Elsterwerda, Betrieb im VEB Kombinat Bauelemente und Faserbaustoffe)
VEB Elektromagnet Elsterwerda
VEB ELFA Elsterwerda (ELFA = Elsterwerdaer Fahrradfabrik, gegr. 1894)
VEB Elstermode Elsterwerda
VEB Holzverarbeitungswerk Elsterwerda
VEB Kalksandsteinwerk Elsterwerda
VEB Kfz-Mechanik Elsterwerda
VEB Maschinenfabrik und Eisengießerei Elsterwerda
Molkereigenossenschaft Elsterwerda
VEB Puppenfabrik Elsterwerda
VEB Raumgestaltung Elsterwerda
VEB Schraubenfabrik Elsterwerda (VEB Schrauben und Normdrehteile Elsterwerda, Betrieb im VEB Kombinat Wälzlager und Normteile Karl-Marx-Stadt)
VEB Stahlbetonwerk Elsterwerda
VEB Steingutwerk Elsterwerda (VEB Kombinat Feinkeramik Kahla)

Wirtschaft und Leben in Elsterwerda vor 1945
Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1892: Rechts der Schwarzen Elster, unweit der Pulsnitzmündung, an den Linien Berlin-Elsterwerda, Kohlfurt-Falkenberg-Roßlau der Preußischen Staatsbahnen, Elsterwerda-Dresden und an der Nebenlinie Elsterwerda-Nossen der Sächsischen Staatsbahnen. Post zweiter Klasse, Telegraph. Ackerbau, Töpferei, Eisengießerei, Ziegelei, Stärkefabrik, Bierbrauereien, Spiritusbrennereien und in der Umgegend Braunkohlengruben. Elsterwerda, einst kursächsisch, kam 1815 an Preußen.