Dresden (Sachsen)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
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letzte Änderung am 10.10.2016

VEB Malzwerke Dresden | Getränkekombinat Dresden

Foto: Martin Schramme | 2014 Foto: Martin Schramme | 2014 Foto: Martin Schramme | 2014

Die Malzwerke Dresden wurden 1873 von den Gebrüdern und Kaufleuten Adolf und Moritz Pick aus Böhmen (Österreich-Ungarn) gegründet. 1889 als AG in Niedersedlitz (1950 nach Dresden eingemeindet) aktiv zur Herstellung von Malz für die zahlreichen Brauereien in Dresden (bekannteste: Feldschlösschen).

zahlreiche Innenaufnahmen
Malzwerke-Panoramen

Zigarettenfabrik Yenidze | VEB Tabakkontor

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016

Yenidze galt einst als mildeste, aromatischste und würzigste Tabaksorte aus Griechenland (lange von Türken besetzt). Auf die Garantie bester Qualität setzte offenbar auch Hugo Zietz, als er seiner Tabakfabrik in Dresden den entsprechenden Namen gab. Und weil die Insignien des Orients in Deutschland einst als märchenhaft und besonders galten, ließ nach den Entwürfen von Architekt Martin Hammitzsch er ein Fabrikgebäude im orientaischen Stil errichten mit weithin sichtbaren Merkmalen einer Moschee. Zietz erfüllte so zugleich die Vorschrift der damaligen Stadtväter, dass Fabrikbauten im Weichbild des innerstädtischen Dresden nicht gleich zu erkennen sein sollten. 62 Meter hoch ragt das Gebäude seit 1909 am östlichen Rand der Friedrichstadt dem Himmel entgegen. Allein die spitzbogige Kuppel misst 20 Meter und grüsste einst mit dem Spruch SALAM ALEIKUM (Friede sei mit Dir!). Vorbild war für das Bauwerk das Mamelucken-Grab des Khair Bak in Kairo (Ägypten). Das Yenidze-Haus war zugleich Deutschlands erster Stahlbeton-Skelettbau. 1924 verkaufte Zietz an Reemtsma.

Hugo Zietz war sächsisch-königlicher Hoflieferant.

Im Februar 1945 wurde die Fabrik schwer beschädigt. Betroffen war auch die Glaskuppel. Der VEB Tabakkontor nutzte die "Moschee" als Lager. Seit 1997 ist die Yenidze saniert und öffentlich zugänglich mit Panorama-Restaurant und Märchenvorlesungen in der Kuppel.

Freizeitangebot in der Yenidze (Verein der Freunde der 1001 Märchen in der Yenidze e.V.)

Dresdener Mühle am Alberthafen

Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016

1912 gaben die Gebrüder Ernst und Moritz Bienert den Bau einer Getreidemühle. Das renommierte Architekturbüro Lossow & Kühne übernahm die Planungen. Bis 1914 entstand die damals modernste Dampfmühle des Deutschen Reiches. Bis zur Verstaatlichung 1972 blieb die Leitung in der Hand der Familie Bienert. Fortan firmierte der Betrieb als VEB Mühlenwerke Dresden.

Weizenmühle an der Weißeritz

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Im Plauenschem Grund an der Weißeritz und neben der S-Bahn-Strecke Dresden-Tharandt steht eine alte Weizenmühle. Markant ist der große, 30 Meter hohe Siloturm. Ehe seit 1830 in Dresden-Coschütz Weizen gemahlen wurde, wurde am selben Standort Pulver für die sächsische Armee hergestellt. In der Pulvermühle kam es wiederholt zu Explosionen. 1917 wurde wesentliche Teile des heutigen Mühlenensembles errichtet, darunter auch der Siloturm. Das Objekt gehörte nun zur König-Friedrich-August-Mühlenwerke AG, die auch eine Brotfabrik betrieb. 1946 wurde daraus die Dölzschner Mühlenwerke AG. Die Verstaatlichung des Objektes folgte bald darauf. Die Mühle kam schließlich zum VEB Getreidewirtschaft Dresden, Betriebsteil Heideschanze. Seit 1990 ruht der Betrieb und die Mü:hle steht leer.

Video von der Mühle

Bienert-Mühle (saniert)

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Stand Januar 2014: In der Bienert-Mühle an der Weißeritz in Sachsens Landeshauptstadt Dresden sind Loftwohnungen geplant (loft = Speicher, Dachboden, Lagerhalle, Industriegebäude). Etwa die Hälfte des Gebäudekomplexes wird bereits für Wohnungen, einen Biolebensmittelladen, ein Kaffee und das Museum Hofmühle Dresden genutzt.

Gottlieb Traugott Bienert (1813-1894) war der Sohn einer Müllerfamilie mit Wurzeln bis ins 14. Jahrhundert. Nach ihm heißt heute die ehemalige Hofmühle im Stadtteil Dresden-Plauen. 1852 pachtete er die marode Hofmühle, ließ sie erweitern und moderne Technik einbauen, ab 1872 war er Eigentümer. Bienerts Aktivitäten blieben nicht auf die Mühle beschränkt. Der Bau einer Gasanstalt samt Gaslaternen sowie einer Wasserleitung und einer Telegraphenstation folgten. Beteiligt war er auch am Bau einer Kinderverwahranstalt und einer Schule. Nach seinem Tod entwickelten seine zwei Söhne Ernst Theodor und Moritz Erwin den Betrieb weiter. Zur Bienert-Mühle gehörten auch Bienerts Villa und ein Park. In der DDR wurde die Mühle verstaatlicht und zur Backwarenfabrik umfunktioniert. Nach der Wende 1990 betriebt der Agrarhändler Fleming & Wendeln das Objekt bis 1995.

Der Standort der Hofmühle soll einer der ältesten Mühlenstandorte Sachsens sein. Den Anfang machte eine Mahlmühle. Tuchmacher übernahmen das Objekt 1295 und rüsteten sie zur Walkmühle um (walken von von althochdeutsch walchan "kneten"). Als Hofmühle ist das Objekt seit 1568 bekannt.

Stand Juni 2016: Das Gebäudeensemble an der Weißeritz ist fast vollständig saniert und hat nun - leider - keine Patina mehr.

Signal- und Fernmeldemeisterei Dresden

Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016

Die Signal- und Fernmeldemeisterei Dresden befindet sich am Güterbahnhof Dresden-Friedrichstadt.

ehemaligen Fleischfabrik der VEB Konsumgesellschaft "Vorwärts"

Foto: Martin Schramme, 2016

Die ehemalige KONSUM-Fleischfabrik, erbaut in den Jahren 1927 bis 1930, ist ein herausragendes Industriedenkmal der Moderne in Dresden. Seit 1991 steht das Hauptgebäude leer und verfällt. Seit 1978 steht der gewaltige Gebäudekomplex unter Denkmalschutz. Das beeindruckende Bauwerk stammt aus der Feder des "roten Arhcitekten" Krut Bärbig (1889-1968).

ehemaliges Studentenwohnheim Semperstraße 3

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Stand im Januar 2014: 1956 errichteten Arbeiter der DDR das Studentenwohnheim Semperstraße 3. Der Entwurf stammte von Architekt Wolfgang Rauda. An beiden Seitenwänden des langgestreckten massiven Ziegelbaus brachte Reinhold Langner zwei Wandbilder an mit Motiven des Lernens. Wolfgang Fritz Rauda (1907-1971) war Architekt, Stadtplaner und Hochschullehrer und zeichnete auch verantwortlich für das zuvor gebaute Studentenwohnheim an der Güntzstraße, im Volksmund der Güntzpalast. Erich Gottlob Reinhold Langner (1905-1957) war Holzbildhauer, Bauplastiker, Maler und Zeichner. Das Gebäude ist heute ein Einzeldenkmal. Vermarktet wird das Objekt von der Vivre Invest Immobilien AG.

König-Georg-Kaserne (Stauffenberg-Allee)

Foto: Martin Schramme die König-Georg-Kaserne in der Stauffenberg-Allee in Dresden-Albertstadt
Foto: Martin Schramme Der Giebel zeigt das Baujahr der Kaserne: 1900-1901.
Foto: Martin Schramme

Die König-Georg-Kaserne wurde 1900/1901 im Tudorstil in Dresden-Albertstadt erbaut. Zunächst war an der ein Jahr später in König-Georg-Allee umbenannten Straße das Regiment Nr. 48 der 4. Königlich-Sächsischen Feldartillerie untergebracht. Später zogen die Reichswehr (nach dem 1. Weltkrieg), die Wehrmacht (1933-1945), die Rote Armee (nach dem 2. Weltkrieg) und schließlich Bereitschafts- und Volkspolizei ein. Das seit 1991 leerstehende Gebäude in der Stauffenberg-Allee (in der DDR seit 1950 Kurt-Fischer-Allee) soll saniert und vom Polizeizentrum des Freistaats Sachsen sowie von der Polizeidirektion "Oberes Elbtal/Osterzgebirge" genutzt werden.
Die Kaserne befindet sich in der Albertstadt und damit in der einst größten Kasernenanlage in Deutschland. Die ersten Teile des riesigen militärischen Komplexes wurden 1877 übergeben. Auslöser für die Verlagerung der Truppenteile an den Stadtrand war das enorme Wachstum Dresdens und der Bedarf an Wohnungen.

DDR-Wandbild "Weg der roten Fahne" am Kulturpalast (im Volksmund kurz "Kulti")

Wandbild "Weg der roten Fahne" vom Kollektiv Gerhard Bondzin / Foto: Martin Schramme / 2010 Wandbild "Weg der roten Fahne" vom Kollektiv Gerhard Bondzin

Das Wandbild am 1969 eröffneten Kulturpalast in Dresden (im Volksmund auch "Kulti") trägt den Titel "Weg der roten Fahne". Gefertigt wurde das Bild im Stil des sozialistischen Realismus von einem Kollektiv um den Maler Gerhard Bondzin. Es besteht aus 560 mit Glassplittern besetzten Betonplatten. Der Kulturpalast und das Wandbild wurden inzwischen saniert und stehen unter Denkmalschutz.
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weitere Artefakte

Sächsische Staatsbank / VEB Verkehrsbetriebe Dresden (Baujahr 1929)

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

1929 wurde das Hochhaus am Albertplatz in Dresden als Gebäude der Sächsischen Staatsbank errichtet. Es bekam elf Geschosse und wurde 37 Meter hoch. Die Entwürfe stammten von dem Architekten Hermann Paulick. 1948 nach der Abwicklung der Sächsischen Staatsbank wurde das Hochhaus füt die Nutzung durch die Verkehrsbetriebe vorbereitet. Otto Ziller, Nachfahre einer Baumeister-Dynastie, übernahm die Leitung des Umbaus. Nach dem Auszug der Verkehrsbetriebe 1996 stand des Haus leer. 2014 hing ein großes Werbeplakat der Firma Simmel Dresden GmbH an der Fassade des Objekts und tatsächlich tat sich bald darauf etwas. 2015 war das Haus saniert und von einem großen, neuen Einkaaufsmaarkt umgeben. Seit 2013 hatte sich das Architekturbüro hänel furkert aus Dresden mit dem Bauvorhaben befasst. Ab 2017 sollen im Hochhaus die Ausstellungsstücke des DDR-Museums aus Radebeul zu sehen sein, das nach massivem Besucherschwund in Insolvenz gegangen war.

umfangreiche Beschreibung des Bauwerks und seiner Geschichte

Haus der Presse

Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016

Die Idee für ein Haus der Dresdener Presse wurde seit 1958 diskutiert. Von 1963 bis 1966 wurde der Stahlskelettbau hochgezogen. Zuvor war am Ort bereits eine Zeitungsdruckerei errichtet worden. 6,5 Millionen Mark kostete das Bauwerk. Einzug war im April 1966. Auch nach dem Ende der DDR blieb das Haus ein Pressehaus. 2003 erfolgte die Sanierung und Umgestaltung des Hochhauses.

Weltfestspiele 1973

Foto: Martin Schramme, 2014

1973 fanden in Ost-Berlin die X. Weltfestspiele der Jugend statt. Wolfgang Berghofer, der spätere Oberbürgermeister von Dresden, war in die Leitung der Vorbereitungen eingebunden. Möglich, dass das erklärt, warum es eine Werbung für die Festspiele an einen Neubau-Block in Dresden schaffte. Allerdings war dieses Treffen der Jugend der Welt damals auch so populär genug, um dersartige positive Bezüge zu erklären.

Tabakwaren-Großhandel Walter Heilmann (1919-1961)

Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016
Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016

Der Kaufmann Walter Heilmann begann im Frühjahr 1919 den Tabakhandel an der ostrastraße. Damit war er in guter Gesellschaft, denn Dresden war damals eine Hochburg der deutschen Tabakindustrie. In Sichtweite befand sich das beachtlichste Bauwerk der Branche, die Yenidze.

alter Hydrant

Foto: Martin Schramme, 2014

Der alte Hydrant trägt die Aufschrift: "Gebr. Barnewitz Dresden". Die Geschwister betrieben eine Fabrik für Gas- und Wasseranlagen und waren in der Falkenstraße 22 verzeichnet.

HO Warenhaus

Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016 Foto: Martin Schramme, 2016

An dieser Stelle - im Mittelalter das "Kreuz" genannt - trafene sich Wilsche- und Elbgasse. Hier hielten Vogelhändler ihre Ware feil. Dieses Haus war als Vogelecke bekannt. Frei auf dem Markt - bereits 1295 erwähnt - stand das Rathaus mit Brot-, Fisch- und Fleischbänken an der Südseite und der Kapelle im Osten. Hier standen auch Gerichtsbank und Pranger. Ein Brand vernichtete 1491 große Teile der Altstadt. Um 1500 entstand hier ein stattlicher Bau mit Erker und hohen Giebeln. Darin befand sich seit 1637 die Vogelapotheke des Jodokus Muller. 1707 brannte das Eckhaus zum 2. Male ab und wurde 1709 vom Maurermeister Johann Fehre da neu erbaut. Die Vogelofficin hieß seit 1740 Privileg Löwenapotheke. Zur gleichen Zeit baute Johann-Christian Knöfel innerhalb der Marktfront ein neues Rathaus. 1913 mußte die Löwenapotheke der Straßenverbreiterung weichen. Hans Erlwein fügte das neue Eckhaus mit Laubengang und reichem Erker dem Gesamtbild des Altmarktes ein. Der furchtbaren Zerstörung der Stadt im Februar 1945 fielen diese Bauten zum Opfer. 1955 Neubau als HO-Warenhaus im 1. Fünfjahrplan der Deutschen Demokratischen Republik durch die Arbeitergemeinschaft Alexander Künzer.

Alexander Künzer war einer der Architekten, die den Wiederaufbau des Geschäftshauses im Stile der Bauhaus-Moderne von 1931 zu verantworteten.

Liste verlustiger Wirtschaftsbauten mit besonderer Bedeutung
Hansahaus am Flughafen Dresden, erbaut 1934/35, Abriss 2010
Kaufhaus Alsberg, erbaut 1922/23 sowie 1929/30, Abriss 1955
Kugelhaus, erbaut 1928, Abriss 1938
Heiz- Kraftwerk Wettiner Platz, erbaut 1926-28, Abriss Kesselhaus 2006, Kraftwerksumbau ab 2008 für Kulturbetrieb
Warenhaus Kaiser-Stoff-Etagen (später Knoop), erbaut 1931, Abriss 2009

Betriebe in der DDR
VEB "Agraria" Dresden, Kesselsdorfer Straße 116 (VEB Pharmazeutisches Kombinat)
VEB Apogepha Dresden, Otto-Galle-Straße 27 (VEB Pharmazeutisches Kombinat)
ARCASSO Sondermaschinen und Anlagen Dresden
VEB Arzneimittelwerk Dresden, Wilhelm-Pieck-Straße 35 (VEB Pharmazeutisches Kombinat)
VEB Ascobloc-Anlagenbau Dresden, Förstereistraße 40 (VEB Kombinat NAGEMA)
VEB Astar Sport Dresden, Koschwitzer Straße 11
VEB Augenkosmetik, Dresden, Fröbelstraße 51
VEB Baumaschinen- und Ersatzteilhandel, Cossebaude bei Dresden, Breitscheidstraße 43 (BEH)
VEB Baumechanisierung Dresden
VEB Belca-Werk Dresden (vormals Balda-Werk)
VEB Betonfensterwerk Dresden, Johann-Meyer-Straße 13
VEB Betonleichtbaukombinat, Dresden, Semperstraße 2
VEB Betonwerke Dresden, Cossebaude, Dresdner Straße 40/42 (VEB Betonleichtbaukombinat)
VEB BRIEFALUX Dresden, Reichenbachstraße 30 (Papierverarbeitungswerk, Betrieb des VEB Kombinat Verpackung Leipzig)
VEB brillant Ebersbach, Dresden, Liebstädter Straße 20
VEB Brückenbau Dresden (VEB Autobahnbaukombinat Magdeburg)
VEB Bürochemie Dresden, Leipziger Straße 294 (Barock)
VEB Certo Kamerawerk Dresden, Pirnaer Landstraße 227/229
VEB Kombinat Chemieanlagen Dresden, Betrieb im VEB Chemieanlagenbaukombinat Leipzig-Grimma
VEB Doppel-Anker, Dresden, Schandauer Straße 46 (Kamm- und Haarschmuckfabrik)
VEB Dresdner Bilderrahmen und Bilder, Dresden, John-Schehr-Straße 11
VEB (K) Dresdner Bürstenfabrik, Stephanienstraße 49
VEB Dresdner Plast- und Kunstlederwaren, Merbitzer Straße 53
VEB Dresdner Schuhfabrik, F.-C.-Weißkopf-Straße 78 (Dresden Schuh, Germina Avanti)
VEB Dresdner Silberwaren und Metallveredlung, Blasewitzer Straße 27 (ds)
VEB Dresdner Süßwarenfabriken "Elbflorenz", Freiberger Straße 37
VEB Dresola, Dresden, Altnaußlitz 11 (Einlegesohlen, Sportlederwaren usw.)
VEB Elaskonwerk Dresden, Österreicher Straße 64
VEB Elbe-Chemie, Dresden, Otto-Buchwitz-Straße 14
VEB Elbenaturstein Dresden, Bremer Straße 15 (VEB Kombinat Zuschlagstoffe und Natursteine)
VEB Elektrodyn Dresden
VEB Elektro-Haushaltgeräte Dresden-Süd, Budapester Straße 26 (VEB Kombinat Elektrogerätewerk Suhl)
VEB Elektromaschinenbau Sachsenwerk, Dresden
VEB Elektromotorenwerk Dresden
VEB Elektroschaltgeräte Dresden, Franz-Lehmann-Straße 5 (Kombinat VEB Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow, EAW)
VEB ELKO Dresden, Kötzschenbroder Straße 9 (VEB Kombinat Elektrogerätewerk Suhl)
VEB Energiekombinat Dresden, Hahnebergstraße
VEB Feinwerktechnik, Dresden, Hölderlinstraße 9 (VEB Kombinat Mikroelektronik)
VEB Flugzeugwerft Dresden
VEB Flugzeugwerke Dresden
VEB Fotolaborgeräte Dresden
VEB Fotopapierwerk Dresden (Kombinatsbetrieb des VEB Filmfabrik Wolfen)
VEB Getränkekombinat Dresden
VEB Getreidewirtschaft Dresden
VEB Haar- und Augenkosmetik Dresden (regard)
VEB Harzleim Dresden, Böcklinstraße 5
VEB Herrenmode Dresden
VEB Holzkunst Dresden
VEB IFA-Karosseriewerke Dresden (IFA-Kombinat Personenkraftwagen)
Institut für Leichtbau und ökonomische Verwendung von Werkstoffen, Dresden, Karl-Marx-Straße
socommerz GmbH, Zweigstelle in Dresden, kerntechnische Materialien und Geräte
Kartonagenfabrik Felix Fuchs, Dresden, Görlitzer Straße 22
VEB Kartonagenmaschinenwerk Kama, Dresden, Blasewitzer Straße 21-25
VEB Kombinat Elektromaschinenbau, Dresden
VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen, Anlagenbau Dresden
VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen, Betrieb Anlagenbau Impulsa Elsterwerda, Betriebsbereich Stanzila Dresden
VEB Kombinat Luft- und Kältetechnik, Dresden (ILKA)
VEB Kombinat Nagema, Verpackungsmaschinen, Schokoladenmaschinen, Getränkemaschinen, Wägetechnik, Gastrotechnik und Fleischereitechnik, Dresden
VEB Kombinat PENTACON Dresden
VEB KOSORA, Dresden, Reisstraße 40
VEB Kraftfahrzeugzubehörwerke Dresden (VEB IFA-Kombinat Nutzkraftwagen)
VEB Kühlanlagenbau Dresden (mit Betriebsteil in Halle Saale, Straße der DSF 36)
VEB Künstlerpuppen Dresden
VEB Kupplungs- und Triebwerksbau Dresden
VEB Landesdruckerei Sachsen, Fritz-Heckert-Platz 10, Dresden
VEB Leder- und Plastverarbeitungswerke Dresden (VEB Kombinat Lederwaren Schwerin)
VEB Li-iL Werk Arzneibäder Dresden (Medizinische Bäder, Spezial-Einreibungen)
VEB Lötgeräte Dresden
VEB Malzwerke Dresden
VEB Mansfeld Industrieanlagen Dresden, Julian-Grimeau-Allee 25 / heute Ostra-Allee (VEB Mansfeld-Kombinat Wilhelm Pieck)
VEB Metalleichtbaukombinat, Werk Dresden (MLK)
VEB Mirkomat Dresden, Mügelner Straße 20 (VEB Werkzeugmaschinenbaukombinat "Fritz Heckert")
VEB MLW Anlagenbau Dresden, Großenhainer Straße 99 (VEB Kombinat Medizin- und Labortechnik Leipzig)
Mühlenbau Dresden (Kombinat Fortschritt Landmaschinen)
VEB Nähmaschinenteilwerke Dresden, Barbarastraße 43 (VEB Kombinat Textima)
VEB Packitt Dresden, Tolkewitzer Straße 4
Pentacon Dresden Kamera- und Kinowerke, Dresden
VEB Polypack Dresden, Riesaer Straße 7 (VEB Kombinat Verpackung Leipzig)
VEB Präcitronic Dresden, Fetscherstraße 72
VEB Prefo Dresden
VEB Ratsdruckerei Dresden, Grafischer Großbetrieb, Kipsdorfer Straße 93, Dresden
VEB Reglerwerk Dresden (Kombinat VEB Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow)
VEB Reifenwerk Dresden, Mannheimer Straße
VEB Kombinat Robotron, Dresden, Grunaer Straße 2
VEB Robotron Meßelektronik "Otto Schön" Dresden
VEB Robotron Schreibmaschinenwerk Dresden, Hamburger Straße 19
VEB Sächsische Porzellan-Manufaktur Dresden, Freital, Bachstraße 16 (Zier- und Luxusporzellane)
VEB Sächsisches Serumwerk Dresden, Herbert-Bochow-Straße 40 (VEB Pharmazeutisches Kombinat GERMED)
VEB Sanitärporzellan Dresden
VEB Schleifkörper-Union Dresden (VEB Werkzeugmaschinenkombinat "7. Oktober" Berlin)
Schreibgeräte Markant, Betriebsteil Dresden, Pillnitzer Landstraße 148
VEB Schuhpflegemittel Dresden, Augsburger Straße 1a
VEB Solidor Dresden, Industriegelände, Straße G (VEB Kombinat Solidor)
VEB Solidus, Dresden, Dohnaer Straße 67
VEB Spezialwiderstände Dresden, Schlüterstraße 29 (VEB Kombinat Elektronische Bauelemente)
Stanzila Dresden (VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen)
VEB "Otto Buchwitz" Starkstromanlagenbau Dresden (VEM, VEB Kombinat Elektroenergieanlagenbau)
VEB Tabakkontor Dresden, Weißeritzstraße 3 (VE Kombinat Tabak Berlin)
Textil- und Modehaus Union Hell & Co., Dresden-Blasewitz, Schillerplatz 7
VEB Textil- und Plastverpackung, Dresden, Coswiger Straße 6 (VEB Kombinat Technische Textilien Karl-Marx-Stadt)
VEB Transformatoren- und Röntgenwerk "Hermann Matern", Dresden, Overbeckstraße 48 (TUR Dresden, VEB Kombinat Elektroenergieanlagenbau)
VEB Typoart Dresden
PGH Uhrentechnik, Dresden, Tolkewitzer Straße 53
VEB Vereinigte Beleuchtungsglaswerke Dresden, Betriebsteil Neupetershain, Liesker Weg 4 (VEB Beleuchtungsglaskombinat)
Vereinigte Möbelindustrie der DDR, Dresden, Caspar-David-Friedrich-Straße 13a
Verlag Zeit im Bild, Dresden, Julian-Grimau-Allee (unterstellt der Abt. Auslandsinformation im ZK der SED, dessen Chef 1966 bis 1989 Manfred Feist, Bruder von Margot Honecker, geborene Feist, war)
VEB Verpackungsmaschinenbau Dresden, Stammbetrieb des VEB Nagema, Breitscheidstraße 46/56
Versorgungskontor Industrietextilien Dresden
Warenzeichenverband "intecta" e.V., Dresden, Winckelmannstraße 9
VEB Wärmegerätewerk Dresden, Cossebaude, Bahnhofstraße 16 (VEB Kombinat Nagema)
VEB Wasseraufbereitungsanlagen Dresden
VEB Werkzeugmaschinenkombinat "7. Oktober" Berlin, VEB Schleifkörper-Union Dresden, Lohrmannstraße 19/21
VEB Zentrum Mikroelektronik Dresden (ZMD)
VEB Kombinat Zuschlagstoffe und Natursteine Dresden
VEB Zweckleuchtenbau Dresden, Dresden, Löscherstraße 33

Wirtschaft und Leben in Dresden vor 1945
Büroschreibmaschinen, Kleinschreibmaschinen Seidel & Naumann AG Dresden
Lavatin-Waschmittel-Gesellschaft mbH, Dresden, Elbstraße 11
Lederkunst Dresden Josef John (Jojo) Feinlederwarenerzeugung sportlicher und modischer Note, Spezialität: Gürtel, Taschen, Schmuck
Lorgus & Co., Dresden, Freiberger Straße (Herstellung hochwertiger Spezialseifen)
Wilhelm Dorn Dampfseifenfabrik, gegr. 1873, Dresden-Löbtau, Döhlener Straße 114

Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: 19 Postämter erster Klasse mit Telegraphenbetrieb, ein kaiserliches Telegraphen- und ein Stadtfernsprechamt. Die Fernsprecheinrichtung hatte (1893) 3057 Stadtfernsprechstellen, bei denen 15.830.665 Gespräche stattfanden. Ferner hatte Dresden Fernsprechverbindung mit Berlin, Leipzig, Chemnitz und einer großen Zahl anderer sächsischer Städte. Dresden hat vier Bahnhöfe (Berliner, Leipziger, Schlesischer und Böhmischer) und liegt an den Linien Elsterwerda-Dresden, Röderau-Dresden, Leipzig-Riesa-Dresden-Bodenbach, Leipzig-Döbeln-Dresden und Dresden-Chemnitz-Reichenbach der Sächsischen Staatsbahnen. Mehr als neun Millionen Personen und 2,1 Millionen Tonnen Güter, darunter allein 554.000 Tonnen Kohle, wurden befördert. Bau eines großen Hafens im Westen der Stadt, 144.000 Quadratmeter groß, für 240 größere Elbfahrzeuge. In Dresden und Vororten Fabrikation von Maschinen (besonders Müllerei- und Nähmaschinen), Klavieren (Rönisch), Fahrrädern (Seidel & Naumann), Wasserfahrzeugen (drei Werften), Eisenguß Blechwaren (Vereinigte Eschebachsche Werke), Beleuchtungsartikeln, Gold- und Silberwaren, Blattgold, Steingut (Villeroy & Boch), Hohlglas (Siemens), pharmaceutischen Chemikalien (Gehe & Co.), Tinte, Lack und Firniß und Seife, die Getreidemüllerei (Bienert), die Herstellung von Zuckerwaren und Schokolade, Bier (Felsenkeller, Feld- und Waldschlößchen, Hofbräuhaus, Plauenscher Lagerkeller), Malz, Konserven, Mineralwasser (Dr. Struve), Cigarren und Cigaretten, Kammgarn, Tapisseriewaren, Konfektionswaren, Leder (Bierling), Militäreffekten (Thiele), Gummiwaren, Möbeln, Korbwaren, Strohhüten, künstlichen Blumen, Strohstoff, Papier, Kartonnagen (Neumann & Co.) und Cotillonsachen (Gelbke & Benediktus), photographischen Papieren und Öldrucken. Bedeutend sind Kunst- und Handelsgärtnerei und Photographie.

Begriffslegende
Cotillon-Sachen = dekorative, effektvolle Papierartikel, die beim Cotillon zum Einsatz kamen. Cotillon nannte man vor allem in der Zeit zwischen 1860 und 1914 den Höhepunkt eines Balls, der aus einer Folge von Tänzen mit neckischen Paarspielen bestand. zu den bei Tanzveranstaltungen verwendeten Cotillons gehörten Fächer, Ballspenden, Tanzkarten, Knallbonbons, Cotillon-Orden, Papierblumenbuketts usw.
SED = Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (1946-1989, später PDS, dann Die Linke)
VEB = Volkseigener Betrieb

interessante, externe Links
das Kugelhaus
das neue Dresden