Cunersdorf (Annaberg-Buchholz)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung: 20.01.2017

Seit der ersten Häfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Cunersdorf zum Industriedorf. Zum Bergbau kam die Textilindustrie. Mit dem Bau der Eisenbahnstrecken nach Weipert (1872) und nach Schwarzenberg (1889) nahm Cunersdorf eine rasante Entwicklung. Durch den Zuzug von Eisenbahnern verdoppelte sich die Einwohnerzahl innerhalb von 20 Jahren bis 1910 auf 1456. Ab 1904 wurde Cunersdorf mit Gas versorgt, ab 1911/12 mit Strom und ab 1956/57 mit Trinkwasser.

Konfektionswerk Eminett

Foto: Martin Schramme, 2017 Foto: Martin Schramme, 2017 Foto: Martin Schramme, 2017

1966 bekam der Betrieb den Namen Eminett, der seit der Vereinigung mit den Textilwerken Cranzahl 1957 VEB Cunersdorfer Wirkwarenfabrik hieß. In Cunersdorf befand sich Werk II des VEB Eminett (Kombinat Trikotagen und Strümpfe). Die Stoffe kamen aus Werk I In Cranzahl. In Cunersdorf wurden unter anderem Nachtwäsche, Untertrikotagen, Sportbekleidung und Shirts hergestellt. Eine alte Ölmühle befand sich zunächst an dem Ort, wo Christian Ferdinand Kahrig 1833 eine Baumwollspinnerei errichten ließ. Ein Fabrikneubau, der 1842 errichtet wurde, brannte 1913 aus. Hermann Levin errichtete Anfang der 1920er Jahre dort eine Textilfabrik. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Besetzung der Region durch sowjetische Truppen folgte die Enteignung. Die neuen politisch Verantwortlichen überführten die Betriebe schrittweise in Volkseigentum, so dass in Cunersdorf der VEB Cuwifa (Cunersdorfer Wirkwarenfabrik) entstand.

Quellen
annaberg-buchholz.de