Camburg (Saale)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Fotos ohne Nachfrage!
letzte Änderung: 11.01.2018

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Thüringer Mühlenwerke Camburg | VEB Mühlenwerke Camburg

Foto: Martin Schramme, 2013 Foto: Martin Schramme, 2013 Foto: Martin Schramme, 2013 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Schon seit 800 Jahren steht am Ort der heutigen Camburger Mühle ein Mahlwerk. 1847 kaufte Johann Chr. Luft das Objekt. Im Mai 1948 wurde die Mühle volkseigen. Durch Umbauten in den 1950er und 1960er Jahren wurde die Mahlleistung der Mühle auf täglich 125 Tonnen Weizen und 36 Tonnen Roggen gesteigert. 1967 wurden die volkseigenen Mühlen im Bezirk Gera zusammengeschlossen, wobei die Camburger Mühle die Leitung übernahm. Die Mühle erhielt wiederholt die Auszeichnung "Betrieb der ausgezeichneten Qualitätsarbeit". "Griffiges Weizenmehl für Knödel, Nudeln oder Kuchen der böhmischen Küche liefert der VEB Mühlenwerke Camburg seit wenigen Tagen an den Handel", berichtete des SED-Zentralorgan "Neues Deutschland" am 5. Mai 1988.

Bahnhof und Bahnanlagen in Camburg (Saale)

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Hochwasserhaus an der Saale

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

In die schönen Holzrahmenfenster wurden leider völlig unpassende Kunststoff-Fenster eingesetzt. Die Schatten rechts und links der Fenster am Mauerwerk verraten zudem, dass die schönen alten Fensterläden entfernt wurden. Die erhaltenen Ständer unterhalb einiger Fenster dienten offenbar als Halterungen für Blumenbänke.

VEB Lederfabrik Camburg, vormals Lederfabrik Jacob & Söhne KG

Foto: Martin Schramme, 2013

Die Lederfabrik war zu DDR-Zeiten der größte Umweltverschmutzer. Die Abwässer flossen ungeklärt in die Saale. Ende des Jahres 1984 wurde eine neue Gerbmaschine getestet. 2014 berichtete die Ostthüringer Zeitung davon, dass zwei junge Leute planen, das alte Lederfabrikgebäude zu einem Mehrgenerationenhaus mit Burgblick zu machen. Allerdings fehlte noch das Geld.

Freund Brill

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Der Schriftzug "Freund Brill" und die kleine Unterschrift "Inhaber: Kurt Brill" erinnerten noch Ende 2015 an den Spediteur Kurt Brill, wie der in den 1930er Jahren noch leibhaftig im Adressbuch von Camburg stand.

Altbau in Camburg (Saale)

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

historisches Eckhaus

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Gehöft

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Carl-Alexander-Brücke in Dorndorf

Foto: Martin Schramme, 2013

Die Carl-Alexander-Brücke von 1891 bis 1892 gebaut. Die Genietete Stahlkonstruktion auf Betonsockeln war zu jener Zeit ein ingeniertechnisches Meisterwerk und steht im Gedenken daran unter Denkmalschutz. Zwischen Bürgelscher Straße und Brückenstraße überspannt die ehemalige Eisenbahnbrücke die Saale.

Betriebe in der DDR (1949-1990)
VEB(K) Drahtstifte Camburg
VEB Holzverarbeitung Camburg/Saale
VEB Lederfabrik Camburg (VEB Kombinat Kunstleder und Pelzverarbeitung Leipzig)
VEB Mischfutterwerk Camburg
VEB Mühlenwerke Camburg (zuvor seit 1948 VEB Mühlenwerke Luft, Camburg/Th.)
VEB Sitzmöbel Camburg (VEB Möbelkombinat Zeulenroda)
VEB Stadtbrauerei Camburg (VEB Kombinat Getreidewirtschaft Gera)
VEB Tief- und Industriebau Camburg (VEB BMK Erfurt)
VEB Trauerwaren Camburg

Wirtschaft in Camburg vor 1945
Zuckerfabrik Camburg AG (1883-1929, zum Zeitpunkt der Errichtung die größte Zuckerfabrik Thüringens)

Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: An der Linie Großheringen-Saalfeld (Saalbahn) und der (im Bau begriffenen) Linie Zeitz-Camburg der Preußischen Staatsbahnen. Bedeutende Zuckerfabrik, große Handelsmühle, Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen, Dampfsägewerk, Dampfmolkerei, Gerbereien, Ziegeleien, Getreide- und Holzhandel, zwei Holzmessen (Palmarum und Johanni) sowie stark besuchte Viehmärkte.

Begriffslegende
Palmarum = Palmsonntag, Sonntag vor Ostern
Johanni = Johannistag, Feier der Geburt von Johannes dem Täufer um die Sommersonnenwende (20. bis 22. Juni)

Quellen
Adressbuch von 1936