Berlin

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung: 13.06.2017

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Field Station auf dem Teufelsberg (im Kalten Krieg Horchposten der US-Amerikaner)

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Die Sowjetunion blockierte die Zufahrten zu West-Berlin für ein Jahr, um die dem Potsdamer Abkommen zuwiederlaufende Zurechnung West-Berlin zur BRD zu unterbinden. In der Folge musste in dem von Franzosen, Briten und US-Amerikanern besetzten Westteil Berlins die Entsorgung der Trümmermassen des Zweiten Weltkrieges neu organisiert werden. Die Wahl fiel schließlich auf ein Areal am Teufelsberg im Grunewald. Ein künstlicher Berg entstand, auf dem die US-Amerikaner 1963 einen streng geheime Abhörstation errichteten. In großen Kugeln untergebrachte Radaranlagen sollten die Russen und die DDR belauschen. Im Sommer 2015 war das Objekt weitgehend mit Graffiti verschandelt.

Reichsbahnbunker (Baujahr 1943)

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Der "Reichsbahnbunker Friedrichstraße" wurde 1941 durch den Architekt Karl Bonatz, von Albert Speer scherzhaft "Oberbunkerbaurat" genannt, geplant und 1942 durch Zwangsarbeiter errichtet. Seit Mai 1945 nutzten die Sowjets den Bunker als Gefängnis. Seit 1949 war das Objekt Lager für Textilien. 1957 entstand, was im Volksmund den "Bananenbunker" nannte. Der VEB OGS lagerte seitdem Südfrüchte aus dem sozialistischen Bruderstaat Kuba im ehemaligen Nazi-Bauwerk. Von 1992 bis 1995 war das Objekt Partybunker.

Reichsbahnbunker auf Wikipedia

Haus des Rundfunks (Entwurf: Max Henry Berliner)

Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015 Foto: Martin Schramme, 2015

Die Übergabe des Hauses datiert auf den 22. Januar 1931. In dem Haus wurde deutsche und internationale Fernsehgeschichte geschrieben. 1935 nahm zunächst der Deutsche Fernseh-Rundfunk seinen Betrieb auf. Nach dessen Umzug in das nahegelegene Deutschlandhaus war das Haus von 1938 bis 1945 die "Zentrale des Großdeutschen Rundfunks". Bis 1950 hatten die Russen das Sagen im Haus, obgleich es sich im Britischen Sektor Berlins befand. 1957 ging der Sender Freies Berlin (SFB) an den Start.

Speicher am Westhafen

Foto: Michael Stiller Foto: Michael Stiller

Der Westhafen ist Berlins größter Hafen. Ende der 1920er Jahre war der Hafen der zweitgrößte Binnenhafen im Deutschen Reich. Betreiber ist seit 1923 die Berliner Hafen- und Lagerhaus AG, kurz Behala.

Links
Fernsehsender Paul Nipkow
Haus des Rundfunks (Wikipedia)
Haus des Rundfunks heute

Vindobona

Foto: Michael Stiller Foto: Michael Stiller

Vindobona ist der italienische Name für Wien, die Hauptstadt Österreichs. Es ist zugleich der Name eines Schnellzuges, der von 1957 bis 2014 in Betrieb war Obgleich der Schnellzug mit unterschiedlichen Triebeinheiten zum Einsatz kam, prägte die Dieseleinheit VT 18.16 aus DDR-Produktion das Bild dieses Zuges. Der ab 1963 vom VEB Waggonbau Görlitz gebaute dieselhydraulische Schnelltriebzug (siehe Fotos) kam 1966 erstmals zum Einsatz und erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 160 Stundenkilometer. Bis 2014 war der Zug die einzige Direktverbindung zwischen Berlin und Wien. Der Vindobona fuhr dabei über Elsterwerda, Dresden und Prag. Die Triebwageneinheit des Vindobona stand zuletzt am Bahnhof Berlin-Lichtenfeld. Für die DDR war der VT 18.16 auch ein Prestigeobjekt, um die Leistungsfühigkeit der DDR im Ausland zu demonstrieren. PS: Ich danke Michael Stiller für die Bereitstellung der Fotos.

Ehemalige Bärenquell-Brauerei (VEB Getränkekombinat Berlin)

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Gebraut wurde an der Spree in Niederschöneweide von 1882 bis 1994. Als es 1882 losging, handelte es sich noch um die Brauerei Borussia. 16 Jahre später, also 1898, griff die Schultheiss-Brauerei AG zu. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) wurde die Brauerei verstaatlicht. Ab 1954 hieß der Betrieb VEB Schultheiss-Brauerei Niederschöneweide. 1959 wurden alle sechs Brauereien Ost-Berlins zum VEB Berliner Brauereien zusammengefasst. 1990 kam der Betrieb unter Treuhandverwaltung, was für ihn wie in vielen anderen Fällen auf dem Gebiet der DDR das sichere Ende bedeutete. 1991 kaufte die Henninger Bräu AG aus Hessen den Betrieb. Ein Antrag 1993 auf Abriss und Neubau wurde mit Verweis auf den Denkmalschutz abgelehnt. Am 1. April 1994 endete die Bierproduktion in Berlin. Bärenquell kam fortan aus Kassel. 2009 war auch die Bier-Marke Bärenbräu komplett verschwunden. Inzwischen ist das gesamte Objekt von anhaltendem Vandalismus samt Graffiti und Bränden schwer gezeichnet. Im März 2014 berichtete die Berliner Zeitung, dass Bulgaren und Rumänen in den Ruinen der Brauerei hausten. Inzwischen verteidigte der Denkmalschutz nur noch das Bierlager sowie das Maschinen- und Sudhaus.

Pländerwald | VEB Kulturpark Berlin | Spreepark GmbH

Foto: Martin Schramme Das bekannte Riesenrad aus dem Film "Spuk unterm Riesenrad"
Foto: Martin Schramme Teile des Geisterhauses

Der 1969 eröffnete Pländerwald in Berlin war zu DDR-Zeiten ein populärer Freizeitpark mit einer damals einmahligen Ansammlung von Fahrgeschäften. In sieben Monaten wurde er zu Ehren des 20. Jahrestages der DDR errichtet. Hauptattraktion war ein 40 Meter hohes Riesenrad. Zu den besonderen Bauwerken des Parks zählte ferner ein Futuro-Haus (Ufo) des finnischen Architekten Matti Suuronen. Der Finne hatte den Auftrag, ein Skihaus zu konstruieren. Schließlich entstand die Idee eines vollständig ausgestatteten Hauses, dass in Massenproduktion hergestellt und an jeden Ort der Welt transportiert werden kann und so allen Menschen zugute kommt. Die Ölkrise 1973 zerstörte diese Zukunftspläne. Eine in den Parkbau involvierte niederländische Firma sah ein Exemplar des Kunststoffhauses (nur 20 wurden gebaut) 1969 am Stand der Bayer AG auf der Hannover-Messe, kaufte es und richtete darin den Parkfunk ein. Heute steht es als Gartenhaus auf einem Privatgrundstück an der Spree. Republikweit bekannt wurde der Pländerwald nicht zuletzt durch die Kinderfilmserie "Spuk unterm Riesenrad", wo drei Figuren (Hexe, Riese und Rumpelstilzchen) aus der Geisterbahn ausbrechen und allerlei Schabernack anstellen. Betrieben wurde der einzige Freizeitpark der DDR vom VEB Kulturpark Berlin. Die HO-Gaststätte "Kulturpark" unterm Riesenrad empfahl sich mit nationaltypischen Gerichten der russischen, ungarischen und bulgarischen Küche sowie Kaffee- und Eisspezialitäten. 1989 wurde aus Anlass des 40. Jahrestages der DDR ein neues, 45 Meter hohes Riesenrad aufgebaut. Bis zu 1,5 Millionen Besucher kamen jedes Jahr in den Park. Mit der Wende kam die Konkurrenz und nur noch 500.000 Besucher. Nach der Wende wurde der Park ab 1991 als GmbH weiterbetrieben, wobei mit der Witte GmbH windige westdeutsche Geschäftsleute ins Spiel kamen. im Park wurde um- und angebaut, wobei auch Teile des bankrotten Freizeitparks Mirapolis (1987-1991) in Cergy-Pontoise (30 Kilometer nordwestlich von Paris) wie der Dragon des Sortileges (Zauberdrache) zum Einsatz kamen. 2001 meldeten die Parkbetreiber Insolvenz an. Alle weiteren Vorhaben seither blieben unverwirklichte Pläne. 2008 ging der Park zurück an die Familie Witte. Norbert Witte hatte inzwischen eine siebenjährige Haftstrafe wegen Drogenschmuggels abgesessen. 2009 bekundete Erich Däniken Interesse, seinen in der Schweiz 2006 wegen Besuchermangels eingestellten Mystery Park im Pländerwald neu einzurichten. 2009 und 2010 wurden Führungen durch den Park angeboten. Wegen der nicht endenwollenden großen Nachfrage wurde das Angebot öfter als geplant wiederholt. Am 7. November 2011 wurde das Riesenrad aus Anlass des 20. Jahrestages des Mauerfalls (09./10.11.1989) nochmals betrieben. Im Sommer 2012 und 2013 brachte der Verein White Elephant Collective den Kultfilm "Spuk unterm Riesenrad" als Theater auf das Kulturparkareal und 7000 Menschen kamen. http://www.spuk-unterm-riesenrad.de Im Juli 2013 wurde das Gelände zwangsversteigert.

weitere Links zum Spreepark
Berliner Spreepark
Kulturpark.org

Bahnhof Friedrichstraße

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Der Bahnhof Friedrichstraße in Berlin ist ein geschichtsträchtiger Ort, was besonders für die Zeit der Teilung Berlins von 1961 bis 1989 gilt. Der Kreuzungsbahnhof war Ende 2006 der am meisten frequentierte Bahnhof in Deutschlands Hauptstadt. Baubeginn an der Spree vor 1878. Der Architekt Johannes Vollmer (1845-1920), der durch seine Kirchenbauten deutschlandweit bekannt wurde, lieferte die Entwürfe. 1882 konnte der Centralbahnhof Friedrichstraße übergeben werden. Nachdem das Bauwerk dem schnell anwachsenden Verkehr nicht mehr genügte, wurde es ab 1914 teilweise abgerissen und schrittweise umgebaut und erweitert. Die bis heute erhaltene Ansicht der Nordseite (Fotos) entstand bei den Umbauten der Jahre 1919 bis 1925 nach Plänen von Carl Theodor Brodführer (1884-1960). Weitere Brodführer-Bauwerke in Berlin sind unter anderem das Wohn- und Verwaltungsgebäude der Berliner Wasserwerke an der Melchiorstraße und das "Margarinehaus" am Hohenzollerndamm. 1923 bekam der Bahnhof bereits seinen ersten U-Bahn-Anschluss. Zu den Olympischen Sommerspielen 1936 kam ein S-Bahn-Tunnel hinzu. Noch kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges sprengten die Nazis die Tunneldecke unter dem nahen Landwehrkanal, so dass Wasser in das U- und S-Bahn-Tunnelsystem auch unter dem Bhf. Friedrichstraße flutete. 1953 trennte die DDR durch bauliche Änderungen die Bahnverkehre im Ostsektor von den Fernverkehren. Mit dem Mauerbau 1961 folgte auch der schrittweise Aufbau von Grenzanlagen im Wegelabyrinth des Bhf. Friedrichstraße. Die Nord- und Ostseite war für DDR-Bürger zugänglich, der Südteil und die unterirdischen Anlagen war den Westberlinern vorbehalten, die sich zwischen Schöneberg, Neu-Kölln und Gesundbrunnen unter dem Boden von "Berlin - Hauptstadt der DDR" bewegten.

neuer Friedrichstadtpalast (Baujahr 1984)

Foto: Martin Schramme, 2015

Friedrichstadtpalast auf Wikipedia

Admiralspalast

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014
Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Der Admiralspalast in Berlin-Mitte gehört zu den wenigen erhaltenen Vergnügungsstätten aus der Kaiserzeit. Nachdem 1867 die zufällige Entdeckung einer Solequelle das Interesse auf den Bauplatz lenkte und zunächst das Admiralsgartenbad entstand, wurden nach dem Abriss des Objektes im Jahr 1910 bereits ein Jahr später eine wesentlich größere und luxurösere Freizeitstätte eröffnet: der Admiralspalast.

Mitropa

Mitropa-Aufschrift am S-Bahn-Viadukt in Berlin unweit der Friedrichstrasse im Dezember 2014 | Foto: Martin Schramme, 2014 Mitropa-Wagen auf dem Hauptbahnhof Halle Saale im Dezember 2014 | Foto: Martin Schramme, 2014

Unweit des Bahnhofs Friedrichstraße stand im Dezember 2014 noch immer die alte Aufschrift "Mitropa" (Mitteleuropäische Schlafwagen- und Speisewagen Aktiengesellschaft). Das ehemalige Versorgungsunternehmen der Deutschen Reichsbahn war da schon lange Geschichte.

projektinterne Links zur Mitropa
Mitropa in Gotha
Mitropa in Leipzig

Betriebe in der DDR
AHB Nahrung, Export-Import, Berlin (Außenhandelsbetrieb)
agena Außenhandels-Vertretungen GmbH, Berlin, Hufelandstraße 32
VEB Adlershofer Kornbrennerei (VEB Getränkekombinat Berlin)
VEB Akkumulatorenwerk Berlin
VEB Aktivist Nahrungsmittelwerk Berlin
VEB Aloxema Berlin (Spezialbetrieb für Oberflächenbehandlung Eloxal-Schilder, Emaillieren, Galvanisieren, anodisch Oxydieren, Feuerverzinnung, chemische Kesselreinigung, massive Abwasserprobleme, VEB Kombinat Camping- und Kunstgewerbeerzeugnisse Berlin)
VEB Alu-Gießerei Berlin, Herberstr.
VEB Anbaumöbel Berlin
VEB Angelsportgeräte Berlin
VEB Anlagenbau Berlin
VEB Applikationszentrum Elektronik Berlin (VEB Kombinat Mikroelektronik Erfurt)
VEB Arbeitsschutzbekleidung Berlin
VEB Armaturenwerk Berlin-Köpenick (VEB Kombinat Magdeburger Armaturenwerke - MAW)
VEB Asepta Berlin Johannisthal
VEB Asol-Chemie Berlin (VEB Kombinat Industriebedarfserzeugnisse Berlin)
VEB Ätz- und Emaillierwerk Berlin-Weißensee
VEB Aufbau Treptow Berlin (VEB Wohnungsbaukombinat Berlin)
VEB Aufbereitung tierischer Rohstoffe Berlin-Lichtenberg
VEB Tischlerei Aufstieg Berlin (VEB Möbelkombinat Berlin)
VEB Aufzugswartung Berlin (VEB Kombinat Rationalisierungsmittel Berlin)
VEB Ausbau Berlin (VEB Kombinat Ausbau und Modernisierung)
VE Außenhandelsbetrieb Industrieanlagen-Import, Berlin, Mauerstraße 83/84
VEB Automatisierungsbetrieb Berlin (Zentraler Industrieanlagenbau der Metallurgie Berlin)
VEB Autoreparaturwerk Pankow
VEB Auto-Service Berlin (VEB Kombinat Autotrans Berlin)
VEB Backwarenkombinat Berlin
VEB Badekosmetik Berlin
VEB Bärensiegel Berlin, Berlin-Lichtenberg, Josef-Orlopp-Straße 82 (VEB Kombinat Spirituosen Wein und Sekt / VEB Getränkekombinat Berlin)
VEB Batteriedienst Berlin, Jakobsohnstr.
VEB Bau Köpenick (VEB BMK Ingenieurhochbau Berlin)
VEB Baukombinat Modernisierung Berlin
VEB Bau Mitte
VEB Bau Ost (VEB Baukombinat Modernisierung Berlin)
VEB Bau Vorwärts Berlin (VEB Kombinat Baumechanisierung Berlin)
VEB Bau Zentrum Berlin (VEB Wohnungsbaukombinat Berlin)
VEB Baugrund Berlin (VEB Spezialbaukombinat Wasserbau Weimar)
VEB Bauheizgeräte Berlin (VEB Möbelkombinat Berlin)
VEB Bauhof Berlin Mitte
VEB Bauinstandsetzung Berlin (VEB Wohnungsbaukombinat Berlin)
VEB Baukombinat Köpenick
VEB Baukombinat Modernisierung Berlin
VEB Baumechanisierung Berlin (VVB Baumechanisierung Dresden)
Bauprojektierung Karl-Marx-Stadt Betrieb des Stammbetriebes (VEB Werkzeugmaschinenkombinat 7. Oktober Berlin)
VEB Bauprojektierung Lichtenberg, Berlin
VEB Baurationalisierungsmittel Berlin (VEB Kombinat Baumechanisierung Berlin)
VEB Baureparaturen Berlin-Mitte
VEB Baureparaturen Friedrichshain, Berlin
VEB Baureparaturen Hellersdorf, Berlin
VEB Baureparaturen Hohenschönhausen, Berlin
VEB Baureparaturen Lichtenberg, Berlin
VEB Baureparaturen Marzahn, Berlin
VEB Baureparaturen Pankow, Berlin
VEB Baureparaturen Prenzlauerberg, Berlin
VEB Baureparaturen Treptow, Berlin
VEB Baureparaturen Weißensee, Berlin
VEB Baustoffversorgung Berlin (VEB Kombinat Baustoffversorgung Berlin, republikweit Betriebsteile, insbesondere in den Bezirksstädten)
VEB Baustoffversorgungskombinat Berlin
VEB Baustoffwerk Berlin
VEB Bautechnologische Versorgung Berlin
VEB Bautischlerei Berlin-Weißensee (VEB Baukombinat Modernisierung Berlin)
VEB Bautransporte Berlin (VEB Kombinat Autotrans Berlin)
VEB Bekleidung Berlin (VEB Kombinat Oberbekleidung Berlin)
VEB Bekleidung und Täschnerwaren Berlin (VEB Kombinat Bekleidung und Täschnerwaren Berlin)
VEB Beberine Damenschuh Berlin
Bergbau-Handel, Gesellschaft für Ausfuhr und Einfuhr von Bergbauerzeugnissen mbH, Berlin, Otto-Nuschke-Straße 55
VEB Bergmann Borsig Stammbetrieb Berlin (VEB Kombinat Kraftwerksbau Berlin)
VEB Berlin-Chemie, Berlin Adlershof, Glienicker Weg 125 (VEB Pharmazeutisches Kombinat GERMED Dresden)
VEB Berlin-Chemie, Betriebsteil Rheinsberg, Berliner Straße 50
VEB Berlin-Elektrik (VEB technische Konsumgüter Berlin)
VEB Berlin-Kosmetik, Anklamer Straße 38 (VEB Chemisches Kombinat Miltitz, produzierte unter anderem Florena)
VEB Berlin-Tapeten (VEB Kombinat Verpackungen Leipzig)
VEB Berliner Akkumulatoren- und Elementefabrik, Wilhelminenhofstraße 68/69 (VEB Kombinat Fahrzeugelektronik Ruhla)
VEB Berliner Aufzugs- und Fahrtreppenbau (VEB Schwermaschinenbaukombinat TARKRAF Leipzig)
VEB Berliner Baubeschläge Spezialbetrieb (VEB Kombinat Camping und Kunstgewerbeerzeugnisse Berlin)
Berliner Blumen ZBE
VEB Berliner Brauereien
VEB Berliner Bremsenwerk, Berlin-Lichtenberg, Hirschberger Straße 4
VEB Berliner Buchgewerbe
VEB Berliner Bürgerbräu Exportbierbrauerei
VEB Berliner Damenmoden, Bedamo Berlin, Grünberger Straße 54 (VEB Kombinat Oberbekleidung Berlin)
VEB Berliner Dampfkesselreparaturen, Naugarder Straße
Berliner Druckerei (VOB Zentrag, VOB = Vereinigung Organisationseigener Betriebe, Zentrag = Zentrale Druckerei-, Einkaufs- und Revisionsgesellschaft mbH)
Berliner Export und Import GmbH (BIEG, GmbH zur Anbahnung und Ausführung von Export- und Importgeschäften)
VEB Berliner Glühlampenwerk, Berlin, Ehrenbergstraße 11/14 (VEB Kombinat NARVA Rosa Luxemburg Berlin)
Berliner Hafen, Lagerhaus und Anschlußbahn
VEB Berliner Innenausbau
VEB Berliner Kieselgutwerk Heinersdorf, Romain-Rolland-Straße (VEB Kombinat Technisches Glas Ilmenau)
VEB Berliner Knupserbrot
VEB Berliner Lampenschirme
VEB Berliner Lederwaren (VEB Kombinat Bekleidung und Täschnerwaren Berlin)
VEB Metall- und Schraubenfabrik Berlin-Oberschöneweide (VEB Schraubenkombinat Karl-Marx-Stadt)
VEB Berliner Metallbau
VEB Berliner Metallguß und Modellbau (VEB Kombinat GISAG Leipzig, GISAG = Gießereianlagenbau und Gußerzeugnisse, 1989 ein Betrieb mit 6000 Beschäftigten und 567 Millionen DDR-Mark Umsatz, nach der Wende übernahm in Leipzig zuletzt 1995 der Konzern Georg Fischer AG die Regie)
VEB Berliner Metallhütten- und Halbzeugewerke, Berlin-Niederschöneweide, Schnellerstraße 131/134 (VEB Mansfeld Kombinat "Wilhelm Pieck")
VEB Berliner Mützenmacher
VEB Berliner Nussartikel
VEB Berliner Polstermöbel (VEB Möbelkombinat Berlin)
VEB Berliner Reifenwerk, Berlin-Schmöckwitz
VEB Berliner Schick
VEB Berliner Schleifmittel, Berlin, Klement-Gottwald-Allee 262/270
VEB Berliner TT-Bahnen, Berlin, Storkower Straße 152/156 (VVB Spielwaren)
VEB Berliner Vergaser- und Filterwerke, Berlin, Frankfurter Allee 71 (VEB IFA-Kombinat für Nutzkraftwagen)
VEB BMK Ingenieurhochbau Berlin
Büromaschinen-Export GmbH Berlin, Friedrichstraße 61
Chemie-Export-Import Volkseigener Außenhandelsbetrieb der DDR, Berlin, Storkower Straße 133
VEB Chemiehandel Berlin, Betriebsteil Frankfurt/Oder, Karl-Marx-Straße 72b
VEB Chemiehandel Berlin-Lichtenberg, Hauptstraße 9-13
VEB Chromatron Berlin, Plönzeile 43 (VEB Kombinat Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow, Chromatographen-Produktion)
VEB Dampferzeugerbau Berlin, Behrenstraße 21/22 (Leitbetrieb für Dampferzeuger, VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau)
DEFA Außenhandel, Berlin, Milastraße 2
demusa, Volkseigener Außenhandelsbetrieb der DDR für Musikinstrumente und Spielwaren, Berlin, Charlottenstraße 46
VEB Deutrans Internationale Spedition, Generaldirektion, Berlin, Otto-Grotewohl-Straße 25
Deutsche Außenhandelsbank AG, Berlin, Unter den Linden 24/30
Deutsche Genußmittel GmbH Import - Export, Berlin, Kronenstraße 33
Deutsche Handelsbank AG, Berlin, Behrenstraße 22, Leipzig, Martin-Luther-Ring 2
Deutsche Kamera-und-ORWO-Film-Export GmbH, Berlin, Storkower Straße 120
Deutsche Pharmazie Export- und -Import GmbH, Berlin, Ottomar-Geschke-Straße 2/22 VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag Berlin
VEB Deutsche Schallplatten Berlin, Berlin-Johannisthal, Berliner Damm 27/31
Deutsche Stahl-Metall Handelsgesellschaft mbH, Berlin, Brunnenstraße 188/190 (DSM)
DEWAG Generaldirektion, Berlin, Rosenthaler Straße 28/31 (Agitations- und Propagandamittel)
Die Freie Gewerkschaft Verlagsgesellschaft m.b.H., Berlin, Chausseestraße 123-124
VEB Elegant Berlin
Elektro-Apparate-Werk J.W. Stalin, Berlin-Treptow
VEB Elektrokeramik "Arthur Winzer" Berlin, Gaillardstraße 34/38 (Betrieb des VEB Keramische Werke Hermsdorf)
VEB Elektromechanik Berlin-Kaulsdorf, Brodauer Straße 32 (VEB Kombinat Elektrogerätewerk Suhl)
VEB Elektroprojekt und Anlagenbau Berlin, Hirschberger Straße 4 (Stammbetrieb des VEB Kombinat Automatisierungsanlagenbau)
VEB Getränkekombinat Berlin
VEB Kosmetik-Kombinat Berlin
VEB Möbelkombinat Berlin
VEB Werkzeugmaschinenkombinat "7. Oktober" Berlin
VEB Wohnungsbaukombinat Berlin
VEB Kombinat Ausbau und Modernisierung
VEB Kombinat Automatisierungsanlagenbau Berlib
VEB Kombinat Autotrans Berlin
VEB Kombinat Baumechanisierung Berlin
VEB Kombinat Baustoffversorgung Berlin
VEB Kombinat Bekleidung und Täschnerwaren Berlin
VEB Kombinat Camping und Kunstgewerbeerzeugnisse Berlin
VEB Kombinat Kraftwerksbau Berlin
VEB Kombinat Oberbekleidung Berlin
VEB Kombinat Plast- und Elastverarbeitung Berlin
VEB Kombinat Rationalisierungsmittel Berlin VEB Kombinat Schienenfahrzeugbau Berlin
VEB Kombinat Spirituosen Wein und Sekt
VEB Kombinat Sternradio Berlin
VEB Kombinat Tabak Berlin/Dresden
VEB technische Konsumgüter Berlin
Elektrotechnik Export-Import, Volkseigener Außenhandelsbetrieb der DDR, Berlin, Chausseestraße 111/112
VOB Aufwärts Berlin

weitere Quellen
Betriebe in der DDR (alphabetische Liste)

Wirtschaft in Berlin vor 1945
Venetia Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik Berlin-Lichtenberg, Rittergutstraße 31/34

Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: "Von Bedeutung ist namentlich die Maschinenindustrie, wie Eisengießerei, Bau von Maschinen, Dampfkesseln, Lokomotiven, Eisenkonstruktionen, hydraulischen Pressen, Heizungs-, Ventilations- und Beleuchtungsanlagen, Herstellung des Bedarfs für Militär- und Eisenbahnverwaltungen, für Werkstätten, Gas- und Wasserleitungen, Elektrizitätswerke u.s.w. Die bedeutendsten Fabriken der Metallindustrie sind Borsig für Dampfmaschinen, Dampfkessel, Transmissionen, Gußwaren, hydraulische Pressen; die Berliner Maschinenbauanstalt, Aktiengesellschaft vormals L. Schwarzkopff, für Lokomotiven, Kriegsmaterial, allgemeinen Maschinenbau, elektrische Maschinen ...; die Kommanditgesellschaft auf Aktien Ludwig Löwe & Co. ... für Werkzeug- und Arbeitsmaschinen, Waffenfabrikation (1200 Gewehre pro Tag) und Einrichtungen für Waffen- und Munitionsfabriken; Berliner Werkzeugmaschinenfabrik vormals L. Sentke ...; Maschinenfabrik Cyclop (Mehlis & Behrens); Maschinenbauanstalt von Hoppe & Co.; Aktiengesellschaft für Eisengießerei und Maschinenfabrikation früher Freund & Co. ...; Fabrik hauswirtschaftlicher Maschinen Ubrig & Co.; unter anderem. Die Nähmaschinenfabriken (Frister & Roßmann, Schirmer, Blau & Co.) leiden sehr unter der Konkurrenz des Auslandes und wenden sich mehr und mehr andern Fabrikationszweigen zu. Die elektrotechnische Fabrikation nimmt immer größeren Aufschwung. Die bedeutendsten Fabriken sind Siemens & Halske und die Allgemeine Elektricitätsgesellschaft (...); ferner besteht Marmorwarenindustrie (Fabriken von C. Fink, Tauchert), Fabrikation von Blechemballagen, Haushaltsgegenständen, Wirtschaftseinrichtungen (E. Cohn), Gartenmöbeln aus Schmiedeeisen, Bambus, Pfefferrohr und Holz, Lampen (Stobwasser & Co.), Schmiedearbeiten (Ed. Puls), Geldschränken (C. Ade, Arnheim, Fabian), Eisschränken, Luxuswaren aus Gold, Silber (Sy & Wagner, Meyerheim & Sohn), Kupfer (C. Heckmann), Messing (F.W. Bochert, Aktiengesellschaft Schäffer & Walcker), Bronze (R. Bellair & Co., Spinn & Sohn), Nickel, Neusilber (Henniger & Co.), Emaille (E. Laue Nachf.), von Spiritus, Branntwein und Liqueuren (...), Tabak und Cigarren, Thon- und Majolikawaren, Chamotte, Steingut und Porzellanwaren (besonders der Königlichen Porzellan-Manufaktur in Charlottenburg), von Seifen, Lichten (Reich & Co., Franz Spielhagen, Karl Typke), Parfümerien (G. Lohse), Chemikalien (Aktienfabrik E. Schering, Gros & Co., Gebr. Heyl & Co., Kunheim & Co.) und Farben (Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation). Hervorragend ist die Kunsttischlerei (Pingel), Textilindustrie und die Fabrikation von Modeartikeln, als Seiden- und Phantasiewaren, wollenen und baumwollenen Geweben, Sammeten, Plüschen, Shawls, Tüchern (Lesser & Co., Schultz & Co.), Teppichen (Protzen & Sohn, N. Ehrenhaus), Wachstuch, Linoleum, Leinenwaren, Herren- (Wolf & Glaserfeld, H. Sternberg jun.) und Damenwäsche (Goschenhofer & Rösicke, Rosse) und Bekleidung (V. Mannheimer, Gerson & Co., Rudolf Hertzog), Posamentierwaren, Jute, Schirmen, Hüten, künstlichen Blumen, Putzfedern; ferner von Papierwaren (W. Hagelberg), Pappen, Tapeten (Liek & Heider), Leder- und Portefeuillewaren (C. Kiefel, Schwarzwald & Co.), Glacéhandschuhen, Korbwaren, Wagen, musikalischen Instrumenten (Bechstein, J. L. Duysen, Th. Gebhardt, Karl Ecke), mechan. und optischen Instrumenten (R. Fueß), Uhren, Gummiwaren, Goldleisten, Knöpfen, Kurz- und Spielwaren usw." 21 Brauereien (darunter Friedrichhain, Friedrichhöhe, Schultheiß, Vereinsbrauerei Nixdorf). "Der Handel erstreckt sich außer auf die Erzeugnisse der vielseitigen heimischen Industrie besonders auf Mehl, Kolonialwaren, Zucker, Vieh, Kohlen, Eisen, Droguen, Farbewaren, Petroleum, Öle, Leder und Holz. Der Berliner Getreidemarkt wird hauptsächlich aus den östlichen Provinzen, Österreich-Ungarn und dem südlichen Rußland versorgt."

Eintrag im Volks-Brockhaus von 1936: Berlin ist die bedeutendste deutsche Industriestadt (z.B. AEG, Siemens-Schuckert-Werke, Siemens & Halske, Borsigwerke, Schwartzkopff), ferner der größte Binnenschiffahrtsplatz (Großschiffahrtsweg nach Stettin). Lebhafter Handel. Sitz der Großbanken und mehrerer Filmgesellschaften. Knotenpunkt des mitteleuropäischen Eisenbahnnetzes sowie des Luftverkehrs (Flughafen Tempelhof). Dem Ortsverkehr dienen neben Straßenbahnen und Autobussen die Stadt- und Ringbahn und die elektrische Hoch- und Untergrundbahn.

Begriffslegende
7. Oktober = der 7. Oktober 1949 war der Gründungstag der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)
Anilin = 1894 flüssiger Ausgangsstoff für die Herstellung von Farben, später auch Kunstfasern, Kautschuk und Medikamenten
Blech-Emballagen = Blech mit einer Dicke von mehr als 0,5 Millimeter
Majolika = glasierten Tonwaren
Sammet = früher anstelle von Samt
Shawl = von Sanskrit "Sati" = rechteckiges Stück Stoff, Tuch für Schultern oder Kopf
VEB = Volkseigener Betrieb
VOB = Vereinigung Organisationseigener Betriebe