Bergbau Mansfelder Land

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung am 18.06.2017

Von 1199 bis 1999 - also 800 Jahre lang - gab es im Mansfelder Land den Kupferbergbau. Zumindest offiziell, denn selbst die rohstoffarme DDR, die den bereits seit Mitte der 30er Jahre nicht wirklich gewinnbringenden Bergbau bis 2012 hatte fortsetzen wollen, hatte 1989 eingesehen, dass das 1995 endgültig Schluss ist.
Von Hettstedt und Mansfeld nach Eisleben und schließlich nach Sangerhausen arbeiteten sich die Bergleute vor. Schon vor dem Ende des Kupferbergbaus wurden etliche Schächte geschlossen: zum Beispiel 1958 der Hans-Seidel-Schacht, 1962 der Ernst-Thämann-Schacht, 1964 der Max-Lademann-Schacht, 1967 der Fortschritt-Schacht und 1969 der Otto-Brosowski-Schacht. Am 1. Juli 1970 dann begann die Flutung des ganzen Altreviers im Raum Eisleben-Hettstedt. Mit dem Ende der DDR kam das Ende für das Mansfeld-Kombinat noch schneller als gedacht. Von über 24.000 Mitarbeitern waren Ende 1994 nur noch etwas über 3000 Mitarbeiter übrig.

Zirkelschacht (1891-1927)

Foto: Martin Schramme, April 2012 Blick auf den Sockel des ehemaligen Förderturmes und das Areal drumherum. Foto: Martin Schramme, April 2012 Foto: Martin Schramme, April 2012 Foto: Martin Schramme, April 2012 Foto: Martin Schramme, April 2012 Foto: Martin Schramme, April 2012 Foto: Martin Schramme, April 2012 Foto: Martin Schramme, April 2012

Der Zirkelschacht bei Mansfeld ist nach Prof. Dr. Ferdinand Zirkel (1838-1912), Hauptaktionär und Deputierter der Mansfelder Kupferschiefer bauenden Gesellschaft, benannt. Geteuft wurde der Schacht ab 1891 bis 1895. Die Schachttiefe betrug am Ende 495 Meter. Das abgebaute Kupfererz wurde vor allem in der Kochhütte bei Helbra verarbeitet. 1927 wurde die Produktion eingestellt, erhalten blieb ein Wetterschacht. 1970 wurde die Schachtröhre verfüllt und mit Beton versiegelt.

Otto-Brosowski-Schacht (Paul-Schacht)

Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012

Die zahlreichen Halden sind die deutlichsten Zeichen von 500 Jahren Bergbau im Mansfelder Land. Sonst ist das meiste verschwunden, was den Bergbau einmal ausmachte. Doch manches ist auch - überraschender Weise - erhalten. Dazu gehörte im Jahre 2012 auch der Schriftzug "Otto Brosowski Schacht", obwohl der Schacht schon 1969 stillgelegt wurde.