Bad Köstritz

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung: 31.12.2015

Roggenmühle

Roggenmuehle an der Weissen Elster, Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Archiv-Bild

Anfang des 20. Jahrhunderts ging die "neue" Mühle, nachdem die alte Mühle niedergebrannt war, in Betrieb. Ausstatter war die 1895 gegründete Braunschweigische Mühlenbauanstalt Amme, Giesecke & Konegen (AGK). Das Unternehmen versorgte halb Europa - von Spanien bis nach Schweden - mit Mühlentechnik. So kam es 1904 auch zum Bau der Silo- und Turbinenanlage für die Mühle "August Müller" in Bad Köstritz. 1972 kam das Objekt endgültig in Staatshand. 1975 wurden die Mahlwerke entfernt, um Platz zu schaffen für eine Mischfutterproduktion. Seit 1993 erzeugt das Turbinenhaus mit dem Wasser der Weißen Elster Strom für 120 Haushalte. Im Sommer 2014 war die ehemalige Roggenmühle in Bad Köstritz noch immer nur Wasserkraftwerk und Recyclinghof. Dabei hatten Architektur-Studenten aus Erfurt im Frühjahr 2010 mit ganz anderen Ideen für Schlagzeilen gesorgt in der Ostthüringer Zeitung. Sie schlugen vor, den 24 Meter hohen Turm für Kletterer auszubauen. Insgesamt sollte das 2200 Quadratmeter große Mühlengelände gegenüber der Schwarzbier-Brauerei touristisch und kulturell genutzt werden. Der Mühlenkomplex besteht aus Kontor, Mehllager, Turm, Mühlengebäude und Turbinenhaus.

Entwurf von Stephanie Bilz

Schwarzbier-Brauerei

Foto: Martin Schramme, 2014

1948 wurde die Brauerei verstaatlicht und nach dem Ende der DDR (1949-1990) wieder privatisiert.

Türmchen-Villa

Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014 Foto: Martin Schramme, 2014

Die Türmchen-Villa an der Werner-Sylten-Straße wurde nach dem Ende der DDR (1949-1990) mehrfach weiterverkauft. Im Herbst 2011 gab ein Ehepaar aus Baden-Württemberg den Traum auf, sich preiswert einen netten Alterssitz zu schaffen. Mit den Kosten des sanierungsbedürftigen, vor 1900 gebauten Baudenkmals hatte es sich komplett verkalkuliert. 1993 war das Haus erstmals verkauft worden. Geplant war damals ein Wohn- und Geschäftshaus.

Betriebe in der DDR (1949-1990)
VEB Chemiewerk Bad Köstritz (Betrieb im VEB Chemiekombinat Bitterfeld)

Wirtschaft und Leben in Köstritz vor 1945
Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: Links an der Weißen Elster, an der Linie Zeitz-Gera der Preußischen Staatsbahnen. Post, Telegraph, Lehranstalt für Landwirtschaft und Gärtnerei, Heilanstalt für skrofulöse Kinder, Kuranstalt mit Sol-, Sand-, Fichtennadeln- und moussierenden Bädern (1893: 350 Kurgäste). Bedeutende Handelsgärtnerei (Georginen- und Rosenzucht), Eichenkultur, fürstliche Brauerei (Köstritzer Schwarzbier), Gipsbrennerei, Hundezüchterei, Baustein- und Gipsbrüche.

Quellen
www.albert-gieseler.de
gera.otz.de