Artern

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung am 10.12.2015

Maschinenfabrik Kyffhäuserhütte (KHA | Betrieb des VEB Kombinat Impulsa | Kombinat Fortschritt Landmaschinen)

Maschinenfabrik Kyffhaeuserhuette | Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011
Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011

Gegründet wurde die Kyffhäuserhütte im Jahr 1897 als Blech- und Kupferschmiede. Das Unternehmen entwickelte sich zum Landtechnik-Hersteller weiter und fusionierte 1910 mit der Ergon-Kosmos AG. 1938 Kauf der Otto Brünner AG Artern (Eisenverarbeitung). Zu dem Zeitpunkt über 1000 Mitarbeiter. Dann fast komplette Umstellung auf Waffen für den Zweiten Weltkrieg. 1945 Inbesitznahme durch die Sowjetische Militär Adminstration (SMAD) und Eingliederung in die Sowjetische Aktiengesellschaft (SAG) "Transmasch". 1952 wurde die Kyffhäuserhütte Volkseigentum (2000 Mitarbeiter). In der DDR wird der Betrieb - seit 1970 im Kombinat Impulsa | Elsterwerda und seit 1978 im Kombinat Fortschritt Landmaschinen - zum führenden Molkereimaschinenhersteller im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe RGW, der Wirtschaftsgemeinschaft der sozialistischen Staaten in Europa. Treuhandbetrieb seit 1990 (3000 Mitarbeiter), Abbau auf 400 Mitarbeiter und Übernahme 1992 durch die Südmo Schleicher AG. 1999 Konkurs und Neugründung. Die besondere Spezialität des Unternehmens waren faktisch von Anfang an Milchseperatoren.

mehr zur Firmengeschichte
Kyffhäuser Maschinenfabrik Artern GmbH (KMA) heute (ehemals KAH)
die 2002 als AG neu gegründete Impulsa heute

Heygendorf (Thüringen)

Kali-Bergbau bei Allstedt

Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Martin Schramme, 2011 Foto: Archiv Foto: Archiv

Von 1908 bis 1921 wurden bei Heygendorf Carnallitit und Hartsalz gewonnen. Zum Betrieb des Bergwerks bestand die Gewerkschaft Thüringen zu Heygendorf (Salzdetfurth-Gruppe), welche die benötigten Geldmittel beschaffte, indem sie Kuxscheine (Anteile) verkaufte. Zum Bergwerk gehörten die Schächte Thüringen I und II. Das Foto zeigt den verbliebenen Rest der Bebauung des Schachtes I (Chlorkalium-Fabrik), dessen Teufe man am 25. April 1905 begann. Das Salzflöz im Fördergebiet war acht bis 34 Meter mächtig. Der Abbau des Salzes war interessant geworden, nachdem es 1861 gelungen war, in großchemischen Prozessen aus dem Salz das Kaliumchlorid zu isolieren, um es als Düngemittel einzusetzen. Ein lukratives Geschäft entwickelte sich, was zu Spekulationen und Überproduktion führte und letztlich den Staat dazu veranlasste, regulierend einzugreifen. Die Stilllegungsverordnung vom 22. Oktober 1921 bedeutete auch für die Thüringenschächte das Ende.

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Betriebe in der DDR (1949-1990)
VEB Brauerei und Malzfabrik Artern
VEB Dienstleistungsbetrieb Artern (VEB Kombinat Hauswirtschaftliche Dienstleistungen Halle)
VEB Kyffhäuserhütte Artern (VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen / VEB Kombinat Nagema Dresden)
VEB Metallkombinat Artern
VEB Zuckerfabrik Artern, Zuckerfabrik Unstrut Helme Artern (VEB Kombinat Zucker Halle seit 1984)

Wirtschaft und Leben in Artern vor 1945
Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: In der Goldenen Aue und am Zusammenfluß der Helme mit der schiffbaren Unstrut, an den Linien Sangerhausen-Erfurt, Naumburg-Artern (Unstrutbahn), Artern-Frankenhausen der Preußischen Staatsbahnen. Zollamt, Steuer- und Salzsteueramt erster Klasse, Post zweiter Klasse, Telegraph, königliche Saline (seit 15. Jahrhundert) mit Badehaus, Wasserleitung, Ackerbau, Viehzucht, Zucker-, Papier-, Malz- und chemische Fabriken, Dampfziegelei, Aktienbrauerei. In der Nähe bei Edersleben und Borxleben Braunkohlen- und Steinsalzlager.