Artefakte

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Hallische Zeitung | Der Neue Weg - Druckhaus in Halle (Saale)
der alte Wintergarten in Gera der alte Wintergarten in Gera
Wintergarten in Gera, Thüringen
McCormick-Wandbild in Halle McCormick-Wandbild in Halle
McCormick-Wandbild in Halle (Saale) - abgerissen
Logo des alten Favorit-Werks in Pouch Kanu-Fahrer, Logo des alten Favorit-Werks in Pouch
VEB Favorit Taucha, Werk II Pouch
Bunker Wuensdorf Bunker Wuensdorf
Bunker in Wünsdorf
Freybergs Brauerei Flaschenfahrstuhl Flaschenlift
Flaschenlift in der Freyberg Brauerei in Halle an der Saale
Bahnhof Oranienbaum Bahnhof Oranienbaum
geklinkerter alter Bahnhof in Oranienbaum
Filmtheater Merkur in Arnstadt Filmtheater Merkur in Arnstadt
Filmtheater Merkur in Arnstadt

Was sind Artefakte?
Ich fotografiere gerne ausgesuchte historische Objekte bevorzugt aus der Wirtschafts- und Industriegeschichte. Ich nenne sie ARTEFAKTE. Das Wort "Artefakt" setzt sich aus den lateinischen Worten "artis" (Handwerk) und "factum" (das Gemachte) zusammen. Archäologen sprechen von Artefakten, wenn sie Objekte ausgraben, die von Menschen vergangener Zeiten geschaffen wurden. Für die Wissenschaftler sind Artefakte Quellen zur Erforschung der Vergangenheit, Zeitzeugnisse sozusagen. In der Fantasy-Literatur handelt es sich bei Artefakten um magische Gegenstände. Artefakte sind in der Forensik hingegen Spuren, die zwischen der Tat und der Spurensicherung am Tatort hinterlassen wurden und so die Ermittlung des Tathergangs erschweren oder im ungünstigsten Fall unmöglich machen. Alles das trifft je nach Objekt mehr oder weniger auf die Orte zu, die ich fotografiere und zu denen ich dann recherchiere.

Warum mache ich das?
Ich bin geschichtlich interessiert und mag Orte mit Patina. Geschichte und Geographie waren meine Lieblingsfächer in der Schule. Schon Ende der 1980er Jahre, also noch zu DDR-Zeiten, bin ich durch einen Zufallsfund darauf gestoßen, wie viel spannender reale Zeugnisse der Geschichte zum Sehen und Anfassen sind als Geschichte aus zweiter Hand, die im Sinne der jeweiligen Machthaber gefärbt und manipuliert wurde. Ich möchte mich der "Wahrheit" maximal annähren, auch wenn ich um die Macht der Subjektivität weiß. Geschichte ist letztlich eben immer auch eine Vorstellung, die wir uns davon machen mit dem Blick und den Erkenntnissen von heute. Ich erhebe gleichwohl nicht den Anspruch der Wissenschaftlichkeit. Mir geht es letztlich darum, an das Schaffen unserer Ahnen zu erinnern, ihr Wirken zu würdigen und so auch einen Teil von dem zu konservieren, was Teil unserer Kultur und Identität ist und uns dort erdet, wo wir leben. Seit 1990 hat der Osten Deutschlands eine beispiellose Deindustrialisierung und Zerstörung eben jener stiller Zeitzeugen erlebt, um die es mir geht. Vieles wurde inzwischen abgerissen und bis zur Unkenntlichkeit totsaniert. Wenigstens im Bild und in den Kurzgeschichten dazu will ich festhalten, was verloren gegangen ist.

Woher bekomme ich die Informationen über die Artefakte?
Wenn es um die Beschreibung meiner Funde geht, greife ich auf Adressbücher, Telefonbücher, Chroniken, Zeitzeugen, vor Ort gefundene Aufschriften und Dokumente, Wikipedia, Google maps, im Internet verfügbare historische Formulare und Lexika zurück.

zuletzt aktualisiert am 7. Dezember 2016

 

 

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